DB integriert Pedelecs in Call a Bike-Angebot

Insgesamt 100 Pedelecs bietet die Deutsche Bahn zusammen mit EnBW beim Stuttgarter Fahrradverleihsystem „e-Call a Bike“.
e-Bikes sorgen für fahrradfreundliche Topografie

Stuttgart hat es sich zum Ziel gesetzt, umweltfreundliche individuelle Mobilität zu fördern. Dabei soll der Radverkehrsanteil langfristig auf 20 Prozent steigen. Keine leichte Aufgabe in einer Stadt mit einer für Fahrradfahrer durchaus anspruchsvollen Topografie. Teilweise sind 300 Höhenmeter und Steigungen bis zu 20 Prozent zu bewältigen.

Den Umstieg aufs Rad soll das neue „e-Call a Bike“-System mit insgesamt 100 Pedelecs erleichtern, das die Deutsche Bahn mit Unterstützung von Stadt und Bund zusammen mit dem Energiedienstleister EnBW anbietet. Es ist voll in das bestehende stationsbasierte Fahrradverleihsystem Call a Bike mit 400 herkömmlichen Fahrrädern und derzeit ca. 7.000 Kunden integriert.

 Flächendeckendes Pedelec-Verleihnetz für Stuttgart
Elektromobilität bei der DB AG e-Call a Bike Pedelec

„e-Call a Bike“-Pedelec

Insgesamt stehen 850 Abstellplätze für Leihräder an 44 Standorten bereit. Neun Standorte wurden in den Halbhöhenlagen und den Außenstadtbezirken extra neu für die Pedelecs aufgebaut. In Stuttgart werden damit deutschlandweit erstmalig in dieser Größenordnung e-Bikes in das Verleihsystem integriert, nachdem Aachen im September mit 15 Pedelecs den Anfang machte.

Projektpartner versprechen leichte Anwendung

Jede Station verfügt über ein zentrales Bedienterminal. Die Kunden aktivieren durch Berührung den Bildschirm, identifizieren sich mit der EC- oder Kreditkarte und wählen die Pedelecs (maximal zwei pro Kunde) aus. Anschließend gehen sie zum Rad und geben im Display den Öffnungscode ein. Alternativ erfolgt die Entleihe per Telefon oder Smartphone-App.

Jedes e-Bike führt einen Akku mit Ladekabel mit sich. Ein kompletter Ladevorgang dauert bis zu sechs Stunden, eine Stunde Laden reicht für rund zehn Kilometer. Bis zum Jahresende kann  man noch kostenlos an allen öffentlichen Ladestationen der EnBW umweltfreundlich aus 100 Prozent erneuerbarer Energien laden. Ab 2012 soll das Laden dann über einen monatlichen Grundbetrag und einen zeitbasierten Preis abgerechnet werden.

Die Kunden können das Pedelec an jeder der 44 Stationen in Stuttgart zurückgeben. Ein Pedelec zu fahren, kostet derzeit 12 Cent in der Minute. Für einen Grundpreis von 36 Euro pro Jahr ist die erste halbe Stunde kostenlos. Besitzer einer Bahnkarte zahlen 27 Euro Jahresgebühr. Für Tagesfahrten oder Wochennutzungen gibt es Festpreise.

Stuttgart ist Modellregion für Elektromobilität

Die Kooperation zwischen der Stadt Stuttgart, DB Rent und EnBW ist bundesweit das erste Projekt, das im Rahmen einer Public Private Partnership ein Hybridsystem aus Entleih- und Ladeterminal erfolgreich in der Fläche auf die Beine gestellt hat. Gefördert wird „e-Call a Bike“ in Stuttgart im Rahmen des Bundesprogramms „Elektromobilität in Modellregionen“ mit 1,25 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes.

Mehr Informationen: www.callabike-interaktiv.de

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