E-Bike-Hersteller üben massive Kritik an Warentest

Massive Vorwürfe gegen Pedelec-Test der Stiftung Warentest. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben mit Biketec (Flyer), Bosch eBike Systems und Derby Cycle (u. a. Kalkhoff / Raleigh) drei führende Pedelec- und Komponentenhersteller massive Kritik an der Stiftung Warentest geübt.
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Pressekonferenz Pedelec-Test der Stiftung Warentest - von links: Mathias Seidler, Kurt Schär, Claus Fleischer, Siegfried Neuberger

„Panikmache statt sachlicher Verbraucherinformation“, so das Credo der Unternehmen, die nach eigener Aussage inzwischen wesentliche Teile der Testergebnisse und Behauptungen der Tester widerlegt haben. „Stiftung Warentest und ADAC bezeichnen das Ergebnis des Pedelec-Tests als ‚katastrophal‘. Unsere Ergebnisse lassen dagegen – bei allem Respekt für die renommierten Tester – eher auf einen fehlerhaften, oder, um bei der Wortwahl der Beteiligten zu bleiben, ‚katastrophalen‘ Testaufbau und ebenso fehlerhafte, um nicht zu sagen ‚katastrophale‘ Interpretationen schließen.“

Nach ihren Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem Handel wurden viele Kunden nach dem gemeinsam von der Stiftung Warentest und dem Automobilclub durchgeführten Test viele Verbraucher stark verunsichert. Die Folge: Existenzbedrohende Schäden in Millionenhöhe bei Fahrradherstellern und Händlern. Nach Schätzung von Mathias Seidler, ehem. Geschäftsführer Derby Cycle Holding GmbH betrugen die Schäden bislang bereits rund 50 Millionen Euro. „Dieser Verantwortung müssen sich die Stiftung Warentest und der ADAC jetzt und in Zukunft stellen“, fordern die Vertreter von Biketec, Bosch und Derby Cycle.

Hart getroffen wurde die Fahrradbranche dabei vor allem durch den Vertrauensvorschuss, den Stiftung Warentest und ADAC in Deutschland als renommierte Tester genießen und den hohen Verbreitungsgrad des Tests in den Medien. Eine besondere Sorgfalt bei den Tests und der Interpretation der Testergebnisse sowie Rückfragen bei Herstellern und erfahrenen E-Bike-Testern sollte somit eigentlich selbstverständlich sein. Sind sie aber scheinbar nicht.

Fundierte Tests sollen Aussagen der Stiftung Warentest widerlegen

Mehrere Monate haben sich Biketec, Bosch und Derby Cycle intensiv mit den Testergebnissen auseinandergesetzt, eigene Tests initiiert und anschließend ausgewertet. Dieser lange Zeitraum zur Überprüfung lag nach Angaben der Hersteller und des Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auch darin begründet, dass die Zusammenarbeit mit den Testern in Bezug auf die Reproduzierbarkeit der Tests zu wünschen übrig ließ. Nach Aussagen der Unternehmen deckt sich die von Stiftung Warentest behauptete Transparenz nicht mit ihren Erfahrungen und hat es den Herstellern „unnötig erschwert, die Testergebnisse nachzuvollziehen“.

Derby Cycle: Kalkhoff E-Bike entlastet und Stiftung Warentest in der Pflicht

Die Korrektur auf der Internetseite der Stiftung Warentest ist für Derby Cycle (siehe Artikel auf e-bikeinfo.de) unzureichend: So stellte der ehemalige Geschäftsführer der Derby Cycle Gruppe, Mathias Seidler, der dem Unternehmen beratend zur Seite steht, klar: „Das EMV-Testergebnis für das Kalkhoff E-Bike Impulse Premium i8R war in unseren Nachtests nicht reproduzierbar und erscheint damit zufällig. Die von der Stiftung Warentest behaupteten Störungen des Funkverkehrs von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren mit keiner unserer Messungen entsprechend der einschlägigen DIN-Norm nachzuweisen.“ Im Gegenteil: Das Kalkhoff E-Bike ist durch verschiedene Nachtests zertifizierter Institute entlastet worden.

„Unsere Nachprüfungen konnten klar belegen, dass die im Test gemachten Aussagen nicht haltbar sind. Dies ist aus zweierlei Gründen dramatisch: Erstens wurden die EMV-Tests von der Stiftung Warentest nicht mit 75 Prozent der Motorleistung (ca. 18 km/h) durchgeführt, sondern bei Betätigung der Schiebehilfe ohne Pedalbedienung (max. 6 km/h). Die von der Stiftung Warentest für den Test zugrunde gelegte DIN-Norm sieht allerdings eine Messung der Elektromagnetischen Verträglichkeit bei 75 Prozent der Motorleistung vor. Warum wurde hier von der Norm abgewichen? „Aus Kostengründen?“, fragt Seidler. So sei es natürlich viel weniger aufwendig, die Messung bei einer viel niedrigeren Fortbewegungsgeschwindigkeit des Pedelecs durchzuführen. Dazu Seidler: „Der Test eines E-Bikes im Schiebemodus ist in etwa so relevant wie die Ermittlung des Verbrauchs eines Autos beim Rückwärtsfahren. Zweitens wurden die Testergebnisse von der Stiftung Warentest fehlerhaft interpretiert: Das Kalkhoff E-Bike hatte bei den Nachmessungen bei keiner der von den Testern angesprochenen Funk-Frequenzen die Grenzwerte überschritten.“

„Katastrophal“ ist für Mathias Seidler nicht nur das fehlerhafte Testergebnis selbst, sondern vor allem dessen reißerische Kommunikation: „Stiftung Warentest muss klar sein, dass sie Verbraucher nicht informiert, sondern mit der von ihr initiierten Medienkampagne vollkommen unnötig verunsichert und regelrecht irrgeführt hat. Der Verbraucher hat einen Anspruch auf Richtigstellung mit gleicher medialer Aufmerksamkeit, wenn sich die ursprüngliche Behauptung als haltlos erweist. Genau das ist hier der Fall.“

Bosch eBike Systems: Teilergebnisse sind falsch und Interpretationen irreführend

Deutliche Kritik an den Ergebnissen und Interpretationen von Stiftung Warentest übt auch Claus Fleischer, Bereichsleiter von Bosch eBike Systems. Im Test gehörte das E-Bike Pegasus Premio E8, das mit einem Bosch-Antrieb ausgerüstet ist, zu den angeblichen Störsendern. Hier lautet das Urteil der Tester in der ursprünglichen Fassung: „Stört. Starke elektromagnetische Strahlung kann den Funkverkehr, unter anderem von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten beeinträchtigen.“

Elektromagnetische Störungen, die auf das eingesetzte Bosch Antriebssystem zurückzuführen sind, hätten hier drastische Auswirkungen gehabt, denn inzwischen verbauen rund 50 E-Bike-Hersteller den Mittelmotor von Bosch. Entsprechend unverständlich ist für den Bereichsleiter Claus Fleischer das Vorgehen der Stiftung: „Die erzeugten Testergebnisse wurden ohne Rücksprache mit den Herstellern einseitig und zum Teil unrichtig interpretiert und dennoch breit in den Medien kommuniziert. In aufwendigen und langen Diskussionen konnte nachträglich der Nachweis erbracht werden, dass die von der Stiftung Warentest getroffenen Aussagen falsch und die Interpretation für die Verbraucher irreführend sind.“

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Pressekonferenz zum Pedelec-Test der Stiftung Warentest - von links: Kurt Schär, Claus Fleischer

Weiterhin wurden beim getesteten Pegasus E-Bike nach den Erkenntnissen von Bosch „entgegen dem anerkannten Stand der Technik offensichtlich keine Nachmessungen durch die Stiftung Warentest durchgeführt“. Im Ergebnis konnten durch anschließende Nachmessungen seitens Bosch und TÜV an baugleichen Rädern, die von den Warentestern behaupteten Überschreitungen der Grenzwerte, nicht reproduziert werden.

Auf Kritik stößt auch die von der Stiftung behauptete Transparenz bei den Tests. „Trotz anders lautender öffentlicher Darstellung hat sich die Stiftung Warentest bisher nicht zu einer transparenten Diskussion des Prüfprogrammes und der Testergebnisse bereit erklärt und wirkt aus unserer Sicht einer sachlichen und faktenorientierten Verbraucher-Information entgegen“, so Claus Fleischer zu den Erfahrungen von Bosch.

Biketec: Warentester missachten Prüfgrundsätze und verursachen Schäden in Millionenhöhe

Besonders hart getroffen haben die Ergebnisse der Stifter den Schweizer Premiumanbieter und E-Bike-Pionier Biketec AG, der sich mit seiner Marke Flyer ausschließlich auf die Entwicklung und Produktion von Elektrorädern konzentriert. So hieß es in der Eröffnung des Artikels in der Zeitschrift „test“:

„Plötzlich sackt das Hinterrad seitlich weg und blockiert. Das Teil, an dem das Hinterrad am Rahmen befestigt ist, das Ausfallende, war gebrochen. So passiert beim 2 690 Euro teuren Flyer C5R Deluxe – schon nach wenigen tausend Kilometern im Dauertest“.

Die nach Aussagen der Stiftung „realitätsnah“ simulierten Tests widersprechen nach Biketec Geschäftsführer Kurt Schär allerdings allen Erfahrungen mit dem seit 2003 tausendfach gebauten und im Verleih härtesten Bedingungen ausgesetzten Flyer-Modell C5. „Wir hatten in den letzten 10 Jahren, in denen mehrere zehntausend Exemplare der C-Serie verkauft wurden, noch nie Kenntnis von einem Rahmenbruch am Ausfallende“, erläutert Schär. Seine Aussage deckt sich mit den Erfahrungen von Handelsorganisationen, Verbänden und Fachhändlern. Auch hier sind solche Schadensfälle an Flyer E-Bikes unbekannt.

„Weil wir uns ganz sicher sind, haben wir sofort reagiert und unter anderem die Garantie auf die Rahmen aller Flyer-Modelle ab Modelljahr 2003 auf 10 Jahre erweitert. Also auch rückwirkend“, beschreibt Kurt Schär die getroffenen Maßnahmen. Geholfen hat die intensive Kommunikation und die Beratungsarbeit durch den Fachhandel aber trotz aller Anstrengungen nur begrenzt. „In den Monaten nach dem Test ist der Absatz in Deutschland, der rund die Hälfte der 50.000 E-Bikes ausmacht, die wir pro Jahr an unserem Schweizer Standort produzieren, dramatisch eingebrochen.“

Die Aussage des seitens „test“ beschriebenen „plötzlichen Wegsackens“ des Hinterrades ist nach Schär dabei „umso erstaunlicher bzw. schlicht falsch, da beim Testaufbau das Rad gar nicht eingebaut war, die reißerisch dargestellte Situation also gar nicht eingetreten ist!“ Die Ursache und die Verantwortung für das schlechte Abschneiden des Flyer E-Bikes, das abgesehen vom festgestellten Rahmenbruch gute Noten attestiert bekam, sieht Biketec bei der Stiftung Warentest. „Durch Nachtests konnten wir die Ergebnisse der Stiftung Warentest inzwischen eindeutig widerlegen“, betont der Biketec Geschäftsführer.

Biketec prüft Ansprüche auf Schadensersatz

Verbunden mit dem schlechten Testergebnis und den daraus resultierenden Einbrüchen beim Verkauf in Deutschland sind nach Biketec-Angaben beim Schweizer E-Bike-Spezialisten Schäden in Millionenhöhe entstanden. Existenzbedrohende Schäden bei vielen kleinen und mittelständischen Händlern, die sich auf ausgesuchte Marken spezialisiert haben, sind dabei noch nicht berücksichtigt. Biketec prüft nach den Worten von Geschäftsführer Kurt Schär derzeit mögliche Ansprüche auf Schadensersatz: „Wir behalten uns aufgrund unserer Erkenntnisse eine Schadensersatzklage vor, da uns durch das aus unserer Sicht abwegige Vorgehen des Prüflabors und die Publikation der durch den unvertretbaren Testaufbau verursachten Ergebnisse durch die Stiftung Warentest bzw. den beauftragenden ADAC ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist, welcher unser Unternehmen existenziell gefährdet hat. Die juristische Würdigung und das weitere Vorgehen wird derzeit mit unseren deutschen Rechtsanwälten geklärt.“

Zweirad-Industrie-Verband e. V. (ZIV): Tests müssen reproduzierbar und transparent sein

Nach Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verband e. V. (ZIV) berührt der Test der Stiftung auch grundsätzliche Fragen. „Jeder Test muss reproduzierbar und transparent sein“, so der Branchenexperte. „Offensichtlich sind aber diese Kriterien bei dem Pedelec-Test von Stiftung Warentest und ADAC verletzt worden.“ Reproduzierbar sind die Tests seiner Meinung nach nicht, da die von der Stiftung angewendeten Prüfverfahren zum Teil nicht den europäischen Normen entsprächen und einige bei dem Test aufgetretene Schäden in der Praxis irrelevant seien.

ZIV Geschäftsführer Siegfried Neuberger zu den Ergebnissen der Warentester

ZIV Geschäftsführer Siegfried Neuberger zu den Ergebnissen der Warentester

Fragen werfen für ihn insbesondere die Untersuchungen der Betriebsfestigkeit von Bauteilen auf. „Die Stiftung Warentest wendet seit vielen Jahren Prüfverfahren für die Ermittlung der Betriebsfestigkeit von Bauteilen an, die sich grundlegend von den Anforderungen und Prüfverfahren in den europäischen Normen unterscheiden. Um es deutlich zu sagen: Es geht uns nicht darum, dass die Stiftung Warentest höhere Lasten annimmt. Vielmehr müssen wir, aufgrund der uns vorliegenden Ergebnisse der Nachuntersuchungen davon ausgehen, dass Fehler bei den Prüfungen gemacht wurden.“

Probleme sieht der ZIV im Hinblick auf den beim Flyer E-Bike festgestellten Rahmenbruch vor allem bei einer offenbar unsachgemäßen Art der Einspannung in die Testvorrichtungen und einer falschen Einleitung der Prüfkräfte. „Die in den europäischen Normen vorgeschriebene Art der Einspannung von Fahrradrahmen hat sich seit vielen Jahren bewährt und wird von allen renommierten Testinstituten berücksichtigt und angewendet“, betont Siegfried Neuberger, der als Geschäftsführer und langjähriger Technikchef des Zweirad-Industrie-Verbands auch aktiv an der internationalen Normung mitarbeitet.

Sein Fazit: „Die Nachuntersuchungen der Unternehmen legen insgesamt den Schluss nahe, dass eine Reihe der Testergebnisse nicht reproduzierbar sind. Außerdem sind die Untersuchungsverfahren der Stiftung Warentest nicht transparent genug, um die Testergebnisse schnell und zuverlässig nachvollziehen zu können. Aus Sicht der Industrie ist es deshalb von großer Bedeutung, dass bei zukünftigen Tests alle Testkriterien offen gelegt werden, damit bereits vor der Veröffentlichung eine Analyse der Testergebnisse erfolgen kann.“

Unternehmen fordern sachliche Auseinandersetzung und Transparenz

Die gemeinsamen Forderungen der Pressekonferenz-Teilnehmer:

  • Eine umfassende Korrektur (auch medial) der Testergebnisse inkl. dazugehöriger Information der Verbraucher.
  • Eine intensive, offene Diskussion zwischen der StiWa und der Industrie über die angewendeten Testverfahren – ohne Aufklärung der massiven Fehler einen (vorläufigen) Verzicht der StiWa auf weitere Tests / die Veröffentlichung.

Weiter heißt es dazu in der Pressemitteilung:
„Die Stiftung hat es sich eigenen Aussagen zufolge zum Ziel gesetzt Verbrauchern „durch die vergleichenden Tests von Waren und Dienstleistungen eine unabhängige und objektive Unterstützung zu bieten“. Die Tester müssen, wenn sie ihrem Anspruch gerecht werden wollen, ihre Aufklärungsverpflichtung gegenüber Verbrauchern, Unternehmen, Fachleuten und interessierten Gruppen anerkennen und wahrnehmen. Insbesondere wenn sich, wie geschehen, Ergebnisse im Nachhinein „anders“ oder falsch darstellen.

Die teilnehmenden Unternehmen setzen sich für Qualität ein und unterstützen aktiv die Weiterentwicklung von Normen, Regulierungen und Prüfungen für Elektrofahrräder. Gemeinsam unterstützen sie auch die Aktivitäten der Stiftung Warentest zum Verbraucherschutz. Jedoch ist für einen wirksamen Verbraucherschutz unerlässlich, dass dieser auf Fakten beruht, die nach dem anerkannten Stand der Technik ermittelt wurden. Ansonsten führen unrichtige Aussagen nur zur Verunsicherung der Verbraucher und zu einer unberechtigten Schädigung betroffener Unternehmen und ihrer Mitarbeiter.“

Informationen zu den Unternehmen

Über die Biketec AG
Die Schweizer Biketec AG wurde 2001 gegründet und konzentriert sich auf Elektroräder der Marke FLYER. Im Jahr 2009 wurde das erste ausschließlich für Elektroräder konzipierte und gleichzeitig modernste Werk Europas bezogen, das inzwischen über eine tägliche Kapazität von bis zu 300 FLYER pro Tag verfügt. Die passend zur Nachhaltigkeitsmaxime der Marke nach Minergie-P®-Standard errichtete Fabrik ist inzwischen eine Attraktion für sich: Im Jahr 2012 wurde sie von rund 20.000 Personen besucht. Die Mitarbeiterzahl hat sich innerhalb von sechs Jahren auf ca. 200 Personen fast verzehnfacht. Die Jahresproduktion beläuft sich gegenwärtig auf über 50.000 Elektroräder. FLYER ist Marktführer in der Schweiz, der Exportanteil beträgt deutlich über 50 Prozent. Hauptmärkte sind Deutschland, die Niederlande und Österreich.

Über Bosch eBike Systems
Hinter dem Rückenwind technisch führender eBikes von bislang über 50 führenden Fahrradmarken in Europa stecken Komponenten, die von Bosch zur Perfektion gebracht werden. Von der hocheffizienten Antriebseinheit (Motor und Getriebe), über kraftvolle Akkus bis hin zu dem intuitiv bedienbaren, smarten Bord- und Fahrradcomputer Intuvia reicht das Bosch-Portfolio. Die eBike-Systeme profitieren wie andere Bosch-Produkte vom Technik- und Fertigungs-Know-how der Bosch-Gruppe.
Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4 800 Patente weltweit an.

Über Derby Cycle
Die Derby Cycle Holding GmbH ist mit einem Umsatz von 264 Mio. Euro (2011/2012) der größte Fahrradproduzent in Deutschland und mit seinen Marken Kalkhoff, FOCUS, Raleigh, Univega, Rixe und mit Cervélo einer der führenden Hersteller Europas. 2011/2012 wurden 474.000 Fahrräder abgesetzt, davon 104.000 E-Bikes, bei denen Derby Cycle in Deutschland führend ist. Aber auch Wettkampf-Rennmaschinen, Mountainbikes, qualitativ hochwertige Trekking-, City-, Offroad- und Kinderräder für Alltag und Reise umfasst das Sortiment von Derby Cycle.

Über den Zweirad-Industrie-Verband (ZIV)
Der Zweirad-Industrie-Verband e. V. – kurz ZIV – versteht sich als nationale Interessenvertretung und kompetenter Dienstleister der deutschen und internationalen Fahrradindustrie. Dazu gehören Hersteller und Importeure von Fahrrädern, Fahrradteilen, motorisierten Zweirädern, Trikes und ATVs. Rund 80 Unternehmen aus der Fahrradindustrie sind im ZIV organisiert.

Links zu interessanten Medienberichten:

 

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4 Kommentare

  1. Teurofighter sagt:

    Es ist immer das gleiche mit den Herstellern: sie stellen sich nicht den Kriterien, die für den allgemeinen Gebrauch ihrer Produkte und den Konsequenzen aus der Anwendung entstehen. Ob bei Autos die Menschen durch NOx, Ruß oder Feinstaub geschädigt, oder durch e-Bikes der Funkverkehr gestört wird – Schuld sind nicht ihre Produkte oder Ingenieure, sondern die Tester. Es ist z. B. dreist, wenn eine Störung des Funkverkehrs bei 25% Last eines e-Bikes auftritt, den Test bei 75% Last einzufordern – traurig, traurig, traurig, bei über 4 Mrd. Euro/Jahr Forschungsaufwand.

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    • Hallo Teurofighter,

      in aufwändigen Tests haben die kritisierten Hersteller nachgewiesen, dass eine Störung des Funkverkehrs von Polizei, Feuerwehr etc. ausgeschlossen ist.
      Auch die Stiftung Warentest ist inzwischen zurückgerudert und hat eine falsche Darstellung in ihrem Bericht eingeräumt.

      Von einer „Schuld der Ingenieure“ zu sprechen geht an der Sache insofern vorbei, als dass elektromagnetische Strahlen unvermeidbar sind und sie bereits dann auftreten, wenn man eine Leitung unter Strom setzt. Damit es nicht zu unerwünschten Effekten kommt haben Bundesregierung und EU Grenzwerte festgesetzt. Dabei geht es im konketen Fall um besondere Bereiche/Frequenzen. Die werden definitiv nicht gestört.

      Die angesprochenen 4 Mrd. Euro Forschungsaufwand kann ich übrigens nicht nachvollziehen.
      Bei der Förderung der E-Mobilität durch Mittel der Bundesriegierung bleibt die Zweiradbranche bislang außen vor und betreibt die Produktentwicklung und die Vermarktung aus eigenen Mitteln. Im weltweiten Vergleich sind E-Bike-Hersteller aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Österreich dabei inzwischen weltweit führend und der Erfolg beim Kunden spricht – im Gegensatz zu den geförderten Elektroautos – eigentlich für sich.

      Beste Grüße

      Reiner Kolberg

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