Cruiser-Feeling mit Pedego

E-Bikes sind nur etwas für ältere Menschen? Das amerikanische Unternehmen Pedego beweist mit seinen Pedelec-Cruisern das Gegenteil.
Immer jüngere Kundengruppen interessieren sich für Elektroräder
Pedego Cruiser e-Bike Orange

Retro: Pedego Cruiser e-Bike in orange

Auch wenn e-Bikes in der Vereinigten Staaten noch eher selten zu finden sind: Der Markt wächst – gerade auch bei jungen Kunden. Innerhalb von drei Jahren hat das amerikanische Unternehmen Pedego eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Inzwischen gehört Pedego zu den führenden e-Bike-Marken in den USA.

Cruisen wird mit Elektroantrieb noch mal attraktiver

Amerikanische Beach-Cruiser sind bei vielen Fahrradfahrern wegen ihrem flotten Design und der lässig-aufrechten Sitzhaltung extrem beliebt. Trotzdem haben sich die Räder hierzulande nie richtig durchsetzen können, denn für das Fahren längerer Strecken sind sie weniger geeignet. Mit der leicht nach hinten versetzen tiefen Sitzposition tritt man zwar gemütlich, aber eben nicht effizient in die Pedale. Zudem wird man durch den breiten und hoch gezogenen Lenker nicht nur zum Blick- sondern schnell auch zum Windfang. Abhilfe schafft hier die elektrische Unterstützung, mit der man am Berg auch dem tief über den Lenker geneigten Sportradfahrer mal cool den breiten Hinterreifen zeigen kann.

Pedego bringt e-Cruiser-Feeling nach Europa

Den Trend zu mehr Lässigkeit auf dem Fahrrad will Pedego jetzt auch nach Europa bringen. Die ersten Schritte sind mit der Einrichtung einer europäischen Zentrale in Großbritannien, einer Europa-Website und ersten Partnern in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Norwegen, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal gemacht. Während es in den USA auch Modelle mit stärkeren Motoren gibt, beschränkt sich das Unternehmen hierzulande auf Pedelecs mit 250 Watt. Besondere Kennzeichen: Hinterradmotor und ein in den Rahmen integrierter stabiler Gepäckträger mit Akku, Scheibenbremse vorne. Für die coole Optik sorgt zudem eine breite Farbpalette, die auch Sattel, Felgen und Reifen umfasst, sowie wahlweise extrabreite Reifen (Fat Frank von Schwalbe). Wem das noch nicht genug ist, der findet bei spezialisierten Händlern ein riesiges Angebot, um das Bike im persönlichen Stil weiter „aufzupimpen“.

Preise ab ca. 1.500 Euro

 

Auszug Datenblatt
Schaltung: Shimano 6 Gang (SIS)
Motor: bürstenlos, wartungsfrei, 250 Watt / 3 Unterstützungsstufen
Reichweite: 40-50 km (10 Ah-Standardbatterie)
Bremsen: vorne Scheibenbremsen (Avid BB7), hinten Rücktritt
Anfahrhilfe bis 6 km/h
Gewicht (ohne Akku): 22 kg
Akku 3 kg

Optionen und Zubehör:
Ballonreifen Schwalbe Fat Frank
15 Ah-Batterie (lt. Herstellerangabe 50% mehr Reichweite)
Schutzbleche
Korb

Weitere Produkte von Pedego: e-Cruiser-Tandem, e-Cruiser-Trike

Kontakt und Händler:
www.pedegoeurope.com

 


Bilder: Pedego Europe

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2 Kommentare

  1. Dipl.-Ing.Dirk Johannsen sagt:

    Liebe Händler, liebe E-Bike Freaks : Finger weg von Pedego E-Bikes!!!!!!

    Die 2013 ausgelieferten Bikes haben extreme Probleme im Steuersystem (Controller). Natürlich ist es wie immer bei schicken,neuen Sachen, dass Rückrufaktionen den Hersteller viel Geld kosten und zunächst einmal versucht wird alles auf dem Rücken der Kunden auszutragen…..

    Hier der aktuelle Fall: Bestellt wurde ein Pedego Interceptor E-Bike für den Urlaubseinsatz auf den Kanaren.
    Nach Bezahlung und Lieferabwicklung bekamen wir ein Schreiben vom Sales Managment UK Daniel Robinson ,mit der Nachricht, das einige der Räder mit Problemen behaftet wären.
    Man nimmt natürlich gern erstmal den Umsatz mit!!

    Hier die Org.E-mail:
    Ok, can you please check something for me. We have had a batch of faulty controllers in a small number of bikes recently.
    Can you test if there is a problem?
    To do this, fully charge the battery ( until the light goes green on the charger. Place battery on the bike. Turn on. When lights on, check throttle for power from the motor.
    If nothing happens we need to change your controller.

    Von sorry oder excuse me, (dafür reichen meine Englischkenntnisse schließlich noch) überhaupt keine Rede!

    Unter erschwerten Bedingungen (der defekte Controller ist in einer schwerzugänglichen Box völlig dilettantisch eingeklebt) wurde der neue Controller ,als er dann endlich auf den Kanaren ankam, eingebaut. Funktion war jedoch Fehlanzeige….Nach Wiederausbau wurden alle Kabel mit Durchgangsprüfer kontrolliert und siehe da, einer der Japansteckverbindungen war vor dem zusammenklemmen nicht richtig ab-isoliert worden und hatte keinen Kontakt. Nach dem Einbau funktionierte das Bike endlich…Der gesamte Arbeitsaufwand und die Fehlerquellensuche betrug locker 4Std mit zwei Fachleuten!
    Zur Verarbeitung :
    Es wurden mehrere Lackschäden (kein Transportschaden, Karton war unbeschädigt) am Rahmen festgestellt, die man bei einem Bike in dieser Preisklasse natürlich professionell beim freundlichen Lackierer um die Ecke nachlackieren lassen möchte , um Korrosionsschäden zu vermeiden. Der Spotrepair an diesen drei beschädigten Stellen mit anschließender Politur kostet einen dann auch mal schnell an die 100,- Euro.
    Die Aufnahmeschiene für den Akku war krumm und schief gefertigt. Sie musste letztendlich demontiert und aufwändig gerichtet werden um die Batterie überhaupt in den hinteren Halter einschieben zu können! Na ja ,wir wissen ja schließlich Alle wo die Dinger gefertigt werden…
    Bei den ersten Probefahrten wurde dann festgestellt, dass der Haupt-Verbindungsstecker zum Akku immer wieder herausgleitet, da er nicht mit einem zwingend erforderlichen Bajonettverschluß oder Clip-in System ausgestattet ist. Das Problem wurde vorrübergehend mit Duck-Tape gelöst…
    Das Bike ist serienmäßig mit einem verstellbaren Doppelständer ausgestattet.Wir wunderten uns jedoch dass sich nur eine Seite auf das benötigte Level bringen ließ. Beim zerlegen war die Verwunderung doch schon sehr groß! Man hatte die 5 mm große Senkkopfschraube schön in eine der Rillen zur Verstellung geschraubt und daß Teil für eine zukünftige Einstellung nahezu unbrauchbar gemacht……
    Für den Tausch des Controllers und die anderen Reparaturen wurde mir auf erneute Anfrage eine Aufwandsentschädigung von sage und schreibe 7,50 US$ =Arbeitszeit 20 Minuten angeboten und für die Beschädigungen am Lack würde man ja gern zur Ausbesserung einen Lackstift schicken!!!
    Ja geht’s noch???
    Auch von einer entsprechenden Entschuldigung für den ganzen Stress und der endlosen Hin und her Mailerei in Englisch mit dementsprechender Fotodokumentation, wurde seitens der Fa.Pedego offensichtlich wohl erst einmal abgesehen!

    Abschließend kann ich nur sagen dass ich als Kunde und Händler maßlos von dieser unprofessionellen Art und Herangehensweise enttäuscht bin und nie wieder ein Geschäft mit der Fa. Pedego machen werde!
    Trotz allem wieder mal ein nettes Beispiel, wie man’s nicht machen sollte….
    Ich wünsche diesem Unternehmen (angeblich Marktführer in den USA) und Hern Daniel Robinson weiterhin viel Erfolg bei der Installation dieser neuen E-Bikes im euopäischen Markt.

    Dipl.-Ing. Dirk Johannsen

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    • Sehr geehrter Herr Johannsen,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht!
      So ein Qualitätsstandard und so ein Verhalten im Hinblick auf die von Ihnen angesprochenen Reklamationen ist natürlich weder in Ordnung, noch hinnehmbar.

      Zu dem von Ihnen geschilderten Fall möchte ich zwei Dinge ergänzen:

      1. Zum einen ist generell davon abzuraten sozusagen „auf eigene Faust“ E-Bikes zu importieren. Die Folgen sind offensichtlich und gravierend. Bei einem Kauf beim Fachhändler übernimmt der die Gewährleistung bis hin zum Ersatz des Fahrzeugs. Im übrigen ist es ein offenes Geheimnis, das hierzulande (also in D, NL, Österreich und der Schweiz) die Qualitätsstandards bei E-Bikes deutlich (!) höher sind als in Asien oder eben auch den USA.

      2. Noch wichtiger ist, dass das von Ihnen angesprochene Modell meiner Meinung nach gar nicht nach Deutschland exportiert und hier gefahren werden dürfte. Es handelt sich beim Modell Interceptor mit 500 Watt offensichtlich um ein S-Pedelec, das nicht umsonst eine Zulassung durch den TÜV benötigt. Außerdem Versicherung etc.

      Mein Rat: Zurücksenden und ein zugelassenes S-Pedelec kaufen. Bei einem Unfall drohen Ihnen ernste Folgen und das Rad kann auch durch die Polizei eingezogen werden.

      Viele Grüße und viel Erfolg,

      Reiner Kolberg

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