Elektronik und Bedienung: Gut abgestimmt?

Wie beim Auto entscheidet auch beim e-Bike die feine Abstimmung zwischen Motor, Sensoren und Software im Bedienelement über das Fahrverhalten. Worauf es dabei ankommt erklären wir hier.
Große Namen oder kleine Hersteller?

Genauso vielfältig wie die angebotenen e-Bikes und Pedelecs sind die Systeme zur Steuerung. Manche Hersteller setzen auf Eigenentwicklungen (z.B. Sparta oder Kalkhoff), andere arbeiten mit großen Zulieferern wie Panasonic (z.B. Flyer), Bosch oder BionX zusammen, die Systeme aus einer Hand bieten. Wieder andere Hersteller bauen (insbesondere bei geringen Stückzahlen) auf kleinere Anbieter und individuelle Lösungen. Welche Systeme die besten sind, lässt sich also nicht so leicht sagen. Kompliziert wird es zudem dadurch, dass viele Hersteller unterschiedliche Systeme in ihrem Programm anbieten.

Verschiedene Sensoren sorgen bei Pedelecs für sanfte Unterstützung

In vielen günstigen Pedelecs und in einigen Modellen mit Vorderradmotor kommen ausschließlich Trittfrequenzsensoren zum Einsatz. Je schneller Sie in die Pedale treten, desto größer die Unterstützung – auch ohne messbaren Pedaldruck.

Eine deutlich feinere Abstimmung, verbunden mit einem geringeren Energieverbrauch und einem harmonischen Gesamteindruck der Unterstützung (kein ruckartiges Einsetzen) bietet die Kombination mit einem Kraft- oder Drehmomentmesser. Bosch setzt seit 2011 sogar einen dritten Sensor ein, der ständig die Geschwindigkeit misst. Aus allen Sensoren zusammen wird mehrmals pro Sekunde die optimale Motorunterstützung ermittelt.

Bedienkonsolen sollten informativ und gut bedienbar sein
Innovativ: Konsole von BionX und Smartphone (SMART e-Bike)

Konsole von BionX und Smartphone bei smart eBike

Moderne Bedieneinheiten bieten eine menügesteuerte Steuerung der Motorunterstützung sowie ein gut lesbares beleuchtetes Display mit vielfältigen Informationen: zur Geschwindigkeit, der zurückgelegten Wegstrecke, Restladung des Akkus etc. Angaben zur Reichweite sind übrigens mit Vorsicht zu genießen. Da sie von der Topographie, der eigenen Muskelkraft und dem Unterstützungsmodus abhängt, kann sie stark variieren.


An regelmäßige Updates denken!

Damit Sie dauerhaft Spaß an ihrem e-Bike haben, sollten Sie daran denken, dass die komplexe Technik – wie beim Computer, Handy und vielen elektrischen Geräten üblich – regelmäßig upgedatet werden sollte. So werden etwa Fehler bereinigt oder neue Funktionen möglich. Informationen und den entsprechenden Service bietet Ihr Fahrradhändler.
Zudem arbeiten viele Hersteller inzwischen mit Software-updates an ganz neuen Möglichkeiten zur Motorsteuerung. Mehr dazu im Artikel „Qual der Wahl: Der richtige Motor.“


Tipp
: Beim Kauf sollten Sie auf eine gute Bedienbarkeit und Ablesbarkeit achten: Müssen Sie die Hand zur Bedienung vom Lenkergriff lösen? Lassen sich wichtige Funktionen intuitiv einstellen? Auch mit Handschuhen?


Bilder: smart (großes Bild), Riese und Müller, Bosch

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