E-Bike-Reichweiten und Akku-Test

Worauf Sie beim Kauf und bei der Pflege von E-Bike- und Pedelec-Akkus achten sollten.

Vor dem Kauf des richtigen E-Bikes und der idealen Akkugröße steht die Qual der Wahl. Hier einige Tipps zur richtigen Auswahl und zur Akkupflege. Denn während Sie sich um den Motor in der Regel nicht kümmern müssen, braucht der E-Bike-Akku schon etwas Aufmerksamkeit.

Kein Knackpunkt: die E-Bike-Reichweite
Bosch-eBike-PerformanceLine-PowerPack500

Im Bild: Akku „PowerPack500″ der Bosch eBike PerformanceLine mit 500 Wattstunden
(c) Bosch eBike Systems

Viele Händler und E-Bike-Hersteller stellen in der Werbung gerne hohe Reichweiten von über 100 Kilometern heraus, doch in der Praxis heißt es eben nicht „viel hilft viel“.  Im Regelfall sind die zurückgelegten Wegstrecken deutlich kürzer und auch bei längeren Touren hält der Akku – so witzeln Verkäufer gerne – länger durch als das Gesäß.
Unser Tipp: Prüfen Sie die Fahreigenschaften des E-Bikes bei der Probefahrt auch in der untersten Leistungsstufe und mit ausgeschaltetem Motor. Die Charakteristik ist hier – je nach eingesetzte E-Bike-Antrieb – ganz unterschiedlich. Manche E-Bikes fahren sich ohne Motorunterstützung wie ein ganz normales, zugegeben etwas schwereres, Fahrrad.

Mehr Akku-Leistung treibt den Preis und das Gewicht des E-Bikes

Die in hochwertigen E-Bikes verbauten Lithium-Ionen-Akkus sind nicht nur generell teuer (Preisspannen von 400 bis 800 Euro gelten als realistisch), bei steigender Leistung treiben sie auch den Preis und nicht zuletzt das Gewicht in die Höhe. Auf die individuellen Anforderungen der Kunden reagieren viele Hersteller inzwischen mit dem Angebot, beim Kauf aus verschiedenen Akkus zu wählen. Zu knapp sollten Sie die Leistung allerdings auch nicht kalkulieren, denn nach einigen Jahren sinkt die Akkuleistung merklich (siehe Fragen und Antworten).

Tipp: Lieber öfters den E-Bike-Akku nachladen

Wenn man nicht gerade in den Bergen wohnt und regelmäßig längere Touren unternimmt, macht es Sinn, den E-Bike-Akku lieber öfters an die Steckdose zu legen. Für Pendler empfiehlt sich dabei die Rücksprache mit dem Arbeitgeber. Auf fahrradtouristisch beliebten Routen bieten viele Gaststätten inzwischen Lademöglichkeiten für den Zwischenstopp. Eine vollständige Ladung kostet weniger als 10 Cent und dauert je nach Akku zwischen zwei und vier Stunden. Das heißt, eine Stunde Ladezeit reicht in der Regel bereits für ca. 20 Kilometer. Generell gilt: Häufiges Nachladen und das generelle Vermeiden des „Leerfahrens“ erhöht die Lebensdauer des teuren Akkus deutlich!

Empfehlungen
  • Bei der Angabe zur E-Bike-Reichweite sollten Sie sich nicht auf die Angaben des E-Bike-Herstellers oder des Displays verlassen, da die tatsächliche Reichweite sehr stark von der Topographie, der eigenen Muskelkraft, dem Unterstützungsmodus, dem Gewicht des E-Bikes inkl. Fahrer und Gepäck sowie dem Wind un der abhängt. Viele E-Bike-Antriebshersteller errechnen die Reichweite aus einem Mittelwert der zuletzt zurückgelegten Kilometer. Eine lange bevorstehende Gefällstrecke oder Bergetappen können sie dagegen (noch) nicht ahnen.
  • In bergigen Regionen zählen anstatt der Reichweite in Kilometern vielmehr die Höhenmeter. Und hier zählt jedes Kilogramm an Gewicht sprichwörtlich doppelt. Schauen Sie im Gebirge vor dem Beginn Ihrer E-Bike-Tour, wie viele Höhenmeter Sie zurücklegen wollen und planen Sie ggf. Ladestopps ein – zum Beispiel beim Vesper auf der Berghütte.
  • Eine Empfehlung für längere E-Bike-Touren ist ein leichtes Reiseladegerät oder ggf. ein leichter Zweitakku als Reserve.
  • Neu auf dem Markt ist die Möglichkeit mehrere Akkus am E-Bike zu kombinieren. Möglich werden damit Leistungen bis zu 1.000 Wattstunden.
  • Unser Tipp: Laden Sie Ihren E-Bike-Akku oft nach. Moderne Akkus nehmen häufiges Nachladen überhaupt nicht übel. Im Gegensatz zu billigen Nickel-Metall-Hydrid-Akkus brauchen Sie keine Angst zu haben vor Memory-Effekten (s. Wikipedia) oder einer Verkürzung der Lebensdauer. Im Gegenteil erhöht regelmäßiges Nachladen die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer beträchtlich.
  • Mit guter Pflege (siehe unten) hält ein E-Bike-Akku durchschnittlich ca. 5 Jahre oder 1.000 Ladezyklen. Selbst wenn man eine Reichweite von nur 60 km zugrunde legt, kommt man so auf 60.000 Kilometer oder mehr als 10.000 Kilometer pro Jahr – und die muss man mit dem E-Bike erst mal fahren.

Fragen und Antworten zu E-Bike-Akkus

Wie steht es mit Energieverbrauch und laufenden Kosten?
Dank geringem Energieverbrauch und Verschleiß sind die laufenden Kosten erstaunlich niedrig. Eine Akkuladung kostet unter 10 Cent und ist damit günstiger als einmal Duschen. Selbst der bislang noch relativ hohe Anschaffungspreis der Akkus (zurzeit ca. 400-800 Euro bei 500-1.000 Ladezyklen) relativiert sich, wenn man die Kosten pro Kilometer hochrechnet: Bei einer Fahrleistung von 35.000 Kilometern und einem Preis von 500 Euro pro Akku kommt man beispielsweise auf 1,4 Cent pro Kilometer für Akku und Strom.

Sonstige laufende Kosten beim E-Bike: Verschleißteile und eine regelmäßige Wartung kosten bei E-Bikes und Pedelecs nicht wesentlich mehr als beim normalen Fahrrad; lediglich bei S-Pedelecs kommt noch eine Versicherung mit ca. 70 Euro pro Jahr dazu.
Tipp: Bei intensiver Nutzung (z. B. bei Pendlern) sollten Sie auf möglichst langlebige Komponenten schauen. Zum Beispiel ist der Verschleiß der Antriebskomponenten Kette und Ritzel bei einem Hinterradnabenmotor deutlich geringer, als bei einem Mittelmotor.

Was sind Amperestunden, Volt und Wattstunden?
Wichtig für die Reichweite sind der Energieverbrauch und die Leistung des E-Bike-Akkus. Die lässt sich relativ leicht berechnen: Entscheidende Größe sind die Wattstunden (Wh), die sich aus der Voltstärke (auf dem Markt gibt es zum Beispiel 24, 26, 36 und 48-Volt-Systeme) multipliziert mit der Zahl der Amperestunden (Ah) ergibt. In einem 36 Volt-Akku mit 10 Ah stecken 360 Wattstunden Strom. Unterschiede machen sich in der Reichweite bemerkbar.

Was ist ein Ladezyklus?
Entgegen landläufiger Meinung ist ein Ladezyklus nicht gleichbedeutend mit der Anzahl der Ladungen. Denn wenn der Akku jedes Mal nur zur Hälfte leer war, zählt das auch nur als halber Ladezyklus. Der Akku kann also bei diesem Rhythmus doppelt so oft geladen werden, wie angegeben.

Sollten Akkus leergefahren werden?
Eher nicht, denn erstens macht sich beim Fahren ohne elektrische Unterstützung das deutlich höhere Gewicht des Rads bemerkbar und zweitens ist das für den Akku schädlich. Doch keine Angst: Eine moderne Akkuelektronik schützt vor Tiefenentladung.* Da eine Lagerung im ungeladenen Zustand dem Akku nicht gut tut und sie keine Memoryeffekte befürchten müssen, lieber öfter nachladen.
* Nachtrag: Da die Elektronik am Akku je nach Bauart auch Strom verbraucht, kann ggf. trotzdem eine Selbstentladung erfolgen. Bitte beachten Sie die Angaben des Herstellers und laden Sie regelmäßig und vor allem bei einem leergefahrenen Akku zeitnah nach.

Wie lade ich mein E-Bike richtig?
Schauen Sie in die Bedienungsanleitung und verwenden Sie nur Originalladegeräte. Andere Geräte können den Akku irreparabel schädigen und im Extremfall sogar zu Bränden führen. Bei mehreren Akkus / Ladegeräten im Haushalt ist eine Beschriftung ratsam. Um Kurzschlüsse zu vermeiden, verbinden Sie den Netzstecker beim Laden als letztes mit der Dose. Nach dem Laden wird die Reihenfolge umgekehrt: Den Netzstecker hier also als erstes ziehen.
Viele Hersteller empfehlen zudem den Akku nach jedem längeren Gebrauch aufzuladen, um das „Leerfahren“ oder Tiefenentladungen möglichst zu vermeiden. Andererseits sollten Sie auch darauf achten, dass der Akku nicht überladen wird. Also nach der Ladung wieder ausstöpseln.

Lässt die Leistungsfähigkeit der E-Bike-Akkus irgendwann nach?
Womit Sie rechnen müssen, ist ein stetiger Leistungsverlust des E-Bike-Akkus im Laufe der Jahre. Deshalb geben die Hersteller maximale Ladezyklen an. Mit guter Pflege – u. a. durch regelmäßiges Laden – hat ein E-Bike-Akku nach der Hälfte der angegebenen Ladezyklen noch ca. 60 bis 70 Prozent der ursprünglichen Kapazität. Deutlich reduziert wird die Leistungsfähigkeit allerdings durch häufigeres „Leerfahren“.

Was müssen Sie im Sommer und Winter beachten?
Generell gilt: Kälte „stresst“ den Akku – egal ob beim E-Bike, oder beim Elektroauto. Aufrund von physikalisch-chemischen Prozessen kann er hier nicht gut arbeiten und die Reichweite sinkt deutlich ab. Aber auch bei großer Hitze arbeitet er nicht optimal.
Zum Laden: Die Ladung immer ungefähr bei Zimmertemperatur erfolgen. Ideal zum Lagern und Laden sind Temperaturen um 10 Grad. Im Winter sollten Sie den Akku zudem schonen, indem Sie ihn nicht zu stark beanspruchen und bei Nichtgebrauch spätestens alle zwei Monate nachladen. Bitte beachten Sie dabei immer die Angaben des E-Bike-Herstellers im Benutzerhandbuch!

Bitte immer sorgfältig die Hinweise des Herstellers lesen!
Bei der Vielzahl der E-Bike-Antriebssystem im Markt sollten Sie unbedingt die Hinweise des Herstellers beachten. Im Zweifelsfall (zum Beispiel bei einem gebrauchten E-Bike) hilft Ihnen hier der Fachhandel oder die Kundenbetreuung beim Hersteller selbst.

Achtung bei gebrauchten E-Bikes!
Da Sie nie sicher sein können,  ob der Vorbesitzer den Akku gut behandelt hat, sollten Sie auf den Zustand ein besonderes Augenmerk richten (zum Beispiel einige Kilometer testfahren und den Akkuverbrauch mit den Angaben des Herstellers zur Reichweite abgleichen). Vor dem Kauf sollten Sie zudem sowohl die Verfügbarkeit eines Austauschakkus, als auch den Preis prüfen. Gerade bei Billiganbietern kann es sonst schnell zu einer bösen Überraschung kommen.
Unser Tipp zum E-Bike-Kauf: Der qualifizierte Fachhändler kann bei vielen E-Bikes sowohl den Zustand des Akkus wie auch andere Daten (Ladezyklen, Laufleistung des Rads, ggf. Tuningmaßnahmen des Vorbesitzers) auslesen und Ihnen dazu einen Bericht aushändigen.

Gibt es ein Prüfsiegel für Akkus?
Ja, mit der BATSO BATtery Safety Organization gibt es inzwischen ein Konsortium, das sich um weltweite Standards für Batteriesicherheit kümmert und das BATSO-Gütesiegel vergibt. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Mehr unter www.batso.org (englisch) und beim Verein ExtraEnergy e.V., der als Kooperationspartner intensiv an der Entwicklung der Testkriterien und Standards mitarbeitet.

 

Tipps:
Ratschläge zum Umgang mit dem E-Bike-Akku und zum Fahren im Winter gibt es auch im Interview mit riese und müller
Informationen zur richtigen Akkupflege gibt es auch auf den Seiten des Vereins ExtraEnergy.  Beispiel: Lebensdauer in Relation zur Entladetiefe

 

Letztes Update dieses Artikels: März 2017
Bild: Bosch eBike Systems

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41 Kommentare

  1. Jamie sagt:

    Ich vergebe mal 5 Sterne.

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  2. Hallo Herr Kölner
    ich fahre seit 2014 ein Pegasus mit 4000 Akku. Bis jetzt ca.3300 km. Nun hat sich mein Mann Ende Okt. 2015 das Nachfolgemodell mit dem gleichen Akku gekauft. Wie kann das nun sein, dass ich mit meinem Rad, mit dem älteren Akku, 28 km fahre und der erste Balken verschwindet, während der Balken an dem neuen Rad schon nach 11,5 km weggeht. Ich hatte den neuen Akku auch auf meinem Rad, da war der erste Balken schon nach 1,8 km weg. Ich habe jetzt etliche Testfragen mit beiden Rädern,
    bei gleichen Bedingungen, unternommen, bis die ersten zwei Balken weg waren. Mein alter Akku hielt bis zum Verlust der beiden ersten Balken wesentlich länger. Der Händler (bei dem ich jetzt zum dritten Mal) diesen Mängel schriftlich angezeigt habe, will mir Glauben machen, dass der Akku in Ordnung ist. Kann doch wohl nicht sein, dass mein alter Akku länger hält, als der „angeblich“ Neue. Mit dem neuen Rad sind erst 350 km gefahren .

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    • Hallo,
      die Anzeige der Balken ist nicht immer genau und kann durchaus von Modell zu Modell variieren.
      Meine Empfehlung: Fahren Sie die Akkus auf gleicher Strecke leer und vergleichen sie dann die Reichweite.
      Natürlich müssen die Rahmenbedingungen auch soweit gleich sein.
      In der Praxis erfordert das natürlich einen erheblichen Aufwand, aber wenn Sie einen genauen Vergleich haben möchten, kommen Sie da nicht rum. Ergeben sich Abweichungen, würde ich mich noch mal mit dem Händler unterhalten und um einen Austauschakku zum Vergleich bitten.
      Viel Erfolg und viele Grüße aus Köln
      Reiner Kolberg

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  3. Martin Benedikt sagt:

    Hallo Herr Kolberg,

    Ende Juli 2015 habe ich mir ein Bulls Cross Lite E gekauft, Modell 2015. Mit der Funktion bin ich sehr zufrieden. Nur habe ich zuvor diverse andere Modelle getestet, da war als Reichweite ca. 150 KM angezeigt bei voll geladen. Als ich das Rad einen Tag später abholte, war der Akku angeblich voll geladen, zeigte als Reichweite aber nur 68 KM an. Inzwischen habe ich es bereits 3 mal voll aufgeladen, komme aber nie über 100 KM Reichweitenanzeige nach Reset. Inzwischen erfuhr ich von der Firma Bosch, dass der AKKU im November 2014 hergestellt wurde. Hat mir da der Händler einen gebrauchten AKKU untergejubelt? Kann denn das sein, dass das Fahrrad ein Modell 2015 ist und der AKKU ist schon ca. 9 Monate alt? Läuft das dann noch als neu?

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    • Hallo,
      das Problem, dass Akkus manchmal länger lagern und dadurch an Kapazität einbüßen ist tatsächlich ärgerlich.
      Bei einem Alter von 9 Monaten, verbunden mit einer geringeren Kapazität als angegeben würde ich mich an den Händler wenden und um einen Akkutausch bitten.

      Nicht ganz verstanden habe ich in diesem Zusammenhang den Vergleich mit „anderen Modellen“.
      Es kann durchaus sein, dass der gleiche Motor und der gleiche Akku im Vegleich zu anderen Modellen eine unterschiedliche Reichweite hat. Denn nicht nur bei Gewicht, Übersetzung etc. unterscheiden sich die Räder ggf., sondern auch beim individuellen Setup der Software.
      D.h. starker Durchzug und eine rasante Beschleunigung wird immer mit mehr Stromverbrauch und damit einer Verringerung der Reichweite erkauft.
      Am besten Sie vergleichen die Angaben in der Bedienungsanleitung / dem Prospektmaterial mit der Anzeige.
      Hier sollte es keine wesentlichen Abweichungen geben.

      Übrigens: Entscheidend für den realen Energieverbrauch / die Reichweite sind viele Faktoren, wie z.B. Unterstützungsstufe und eigene Leistung, Topographie, Gesamtgewicht inkl. Fahrer und Zuladung, Gegenwind, Reifendruck etc.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  4. Peter sagt:

    Hallo,
    mir ist da das Ladegerät (Sec:36V) kaputt gegangen.
    Kann ich es durch ein 42 V Ladegerät ersetzen oder muss ich ein 36V Ladegerät nehmen.
    Danke

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    • Hallo,
      ganz kurz, da ich an anderer Stelle schon mal zum Thema geantwortet habe:
      Unterschiedliche Voltzahlen vertragen sich grundsätzlich nicht!!!
      Zudem sollte man ausschließlich vom Hersteller zugelassene Akkus und Ladegeräte einsetzen.
      Sonst kann es wegen der hohen Energiedichte zu Bränden oder sogar Explosionen kommen.

      Die Bedienungsanleitung oder eine Beratung im Fachhandel helfen.

      Beste Grüße und gute Fahrt!
      Reiner Kolberg

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  5. Ulla sagt:

    Hallo
    Wir haben uns 2 gleiche Ebikes innerhalb von 14 Tagen gekauft. Jetzt mussten wir feststellen, das das eine Fahrrad viel schwerer bei gleicher Schaltung fährt. Wir haben schon die Akkus getauscht, jedoch liegt es nicht am Akku, sondern am Fahrrad. Was kann hierfür der Grund sein?

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  6. Rumen sagt:

    Lieber Herr Kolberg,
    wie schön, hier eine Art „Dr. Sommer“ für E-Bikes gefunden zu haben…
    ich fahre als Kurier in Hamburg und habe im Frühjahr ein ca 1,3 Jahre (ebenfalls im Kurierbetrieb) gebrauchtes E-Bullitt von meinem Kollegen gekauft.
    Es hat, laut „Urban e“: 47 Ah (2 × 36 V / 32 Ah, 2304 Wh, bis 250 km Reichweite.
    Ich lade es jeden Abend auf; es ist mir allerdings schon zweimal passiert, dass ich es vergessen habe, und naja, zwei Tage hält es nicht aus.
    Ich kann nicht sagen, wieviele Kilometer ich täglich fahre, aber ich denke, so zwischen 80 und 100 sind es schon.

    Nun ist schon den zweiten Tag hintereinander der Akku leer gewesen, als ich noch an der Arbeit war, das heisst, ich musste noch nach Hause fahren (10km, ohne motor).

    Ich überlege natürlich, neue Akkus zu kaufen, denn im Kurierbetrieb ist das mehr als unpraktisch, mal eben irgendwo eine Stunde nachzuladen.
    Weil man das Ding ja auch nicht abnehmen kann, sondern das Rad direkt an die Steckdose bringen muss.

    Haben Sie einen Rat für mich? Macht das Sinn, erstmal vielleicht EINEN Akku neu zu kaufen? Ich habe allerdings keine Ahnung, ie man den anschliesst…

    Und vor Allem: habe ich ihn durch das mehrmalige Leerfahren zerstört??
    Und das Kabel hab ich auch immer genau andersrum zuerst hineingesteckt, weil ich fand, dann knallt es nicht in der Steckdose. Hm…
    Grüsse aus Hamburg, Steffi Rumen

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    • Liebe Frau Rummen,

      das ist ja nett: „Dr. Sommer“ für E-Bikes 😉

      Durch Leerfahren kann der Akku eigentlich nicht zerstört werden.
      Die Elektronik sorgt, vorausgesetzt sie funktioniert ordentlich, dafür dass es hier nicht zu einer „Tiefenentladung“ kommt. Die kann z. B. bei längerer Lagerung ohne Nachladen auftreten und den Akku dann pot. beschädigen / zerstören.

      Ein Leistungsverlust im Laufe der Nutzung ist absolut normal.
      Sollte er plötzlich erfolgen, würde ich aber einen anderen Defekt vermuten.
      Generell würde ich natürlich auch immer empfehlen die Bedienungshinweise des Herstellers unbedingt zu beachten.

      In Ihrem konkreten Fall würde ich empfehlen das System / den Akku von einer Fachwerkstatt durchmessen zu lassen.
      Eine auf das System geschulte Werkstatt verfügt über die nötigen Tools und kann normalerweise sehr schnell sagen, wie viele Ladezyklen der Akku auf dem Buckel hat, ob Tiefenentladungen / Beschädigungen vorhanden sind o. ä.

      Solch eine Analyse würde ich allen Käufern eines gebrauchten E-Bikes auf jeden Fall immer VOR dem Kauf empfehlen.

      Als Kurierdienstfahrerin müssten eigentlich auch Leasingangebote inkl. einer Versicherung interessant sein, die den Materialverschleiß, Pick-up-Services, Diebstahlschutz etc. mit einschließt. So spart man Steuern und erlebt keine unangenehmen Überraschungen. Einfach z. B. im Fachhandel gezielt nach Angeboten von Eurorad (ZEG), LeaseRad etc. fragen.

      Viele Grüße und immer gute Fahrt in Hamburg!
      Reiner Kolberg

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  7. Gransberger sagt:

    Hallo Herr Kolberg
    ich habe seit 2009 ein Union Swifty und bin damit sehr zufrieden. Leider läßt die Akku Leistung nach. Es ist ein Li-Ionen Akku, 24V, 10Ah.Nach ca. 43 km bei normaler Belastung kann ich schon wieder „tanken“. Kann man eigentlich einen 24V Akku aufpeppen? auf 36 V?. Dann wäre die Reichweite größer?

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    • Hallo,

      generell sind die Systeme immer auf spezielle Akkus und Voltzahlen ausgelegt.
      Um es zu illustrieren:
      Bei einem Staubsauger würde man das System auch zerstören, wenn man anstatt 220 Volt 330 Volt anlegt.

      Was aber grundsätzlich geht:
      Viele Hersteller bieten Akkus in verschiedenen Leistungsstärken an.
      Entscheidend ist hier die Wattstundenzahl.
      Formel: Volt (V) x Amperestunden (Ah) = Wattstunden (Wh)
      Auf jeden Fall immer im Fachhandel informieren und NUR vom Hersteller ausdrücklich freigegebene kompatible Produkte verwenden!!!
      Ggf. benötigt man auch ein anderes Ladegerät.
      Achtung: Bei Nichtbeachtung droht wegen der hohen Energiedichte der Akkus im schlimmsten Fall Brand- oder Explosionsgefahr!

      Das Nachlassen der Akkus ist übrigens normal.
      Eine Neuanschaffung sollten Sie nach ein paar Jahren einplanen.
      Der Alte lässt sich dann ggf. als Reserve weiter verwenden.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  8. weigel sagt:

    sehr gute Berichte uber Akkus.
    woher bekomme ich eine Bedienungsanleitung für einen Akku 34 volt von unit beim rabeneick vitaliti bike

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    • Hallo,
      am besten einfach direkt beim Hersteller, bzw. der Marke anfragen.
      Hier gibt es geschulte Mitarbeiter die gerne weiterhelfen.
      Der Erstkontakt erfolgt meist über ein Kontaktformular.
      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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  9. Hans-Reiner Hohnen sagt:

    Hallo Herr Kolberg
    Wir haben 2 gleiche E- Bikes der Marke Tranz X PST System
    1 Jahr alt frage :wie kann ich die E-Biks neu Kalibrieren.

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    • Hallo,

      die Frage nach einer Kalibrierung der E-Bikes erschließt sich mir nicht richtig.
      Aber auch hier meine Empfehlung: Den Fachhändler kontaktieren.
      Wenn er geschulter Partner von Tranz X PST ist, verfügt er über das Know-how und die nötige Software um ggf. Anpassungen in der Steuerung auszuführen. Bei einigen Motorherstellern kann dadurch das Verhalten des Motors wesentlich beeinflusst werden.
      Ich denke, das ist auch was Sie meinen?!
      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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  10. Norbert Becker sagt:

    Lieber Herr Kolberg, ich fahre seit drei Jahren und 3000 km ein Pedelec mit Tranz-X-Technik, 36 V und 10 AH. Im Neuzustand treffen alle Werbeversprechen zu. Das ändert sich aber entgegen deren Angaben viel schneller und die Leistung nimmt schnell deutlich ab, auch unter insgesamt obtimalen Bedingungen. Auch muss man so ein Rad viel zu oft kalibrieren, 1. und 2. Stufe, damit es wieder einwandfrei läuft. Ich kann auch keinem empfehlen so ein Rad im Winter zu nutzen, denn die Elektronik schaltet den Antrieb am Berg schon nach kurzer Zeit (ca. 10m)wieder ab. Einzige Lösung: Alle zwei Jahre einen neuen Akku kaufen, was aber viel zu teuer wäre. Und das ist der Knackpunkt. Die Akku`s sind viel zu teuer und das ist unverschämt gegenüber den Nutzern. Also abwarten bis die Technik günstiger wird und die Lügerei aufhört.

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    • Hallo und besten Dank für Ihren Kommentar.

      Schade, dass Sie mit Ihrem E-Bike so schlechte Erfahrungen gemacht haben.
      Angesichts des beschriebenen Bilds kann ich nur dazu raten einen Fachhändler aufzusuchen.
      „Normal“ ist das nicht und die Fehler lassen sich sicher auch nicht so auf andere Fälle / E-Bikes übertragen.

      Generell muss man sagen, dass es sich beim E-Bike um ein sehr junges Produkt handelt.
      Von einer generellen „Lügerei“ zu sprechen halte ich angesichts von inzwischen rund 1,8 Millionen E-Bikes auf deutschen Straßen und Umfragen zufolge überwiegend zufriedenen Kunden aber für deutlich überzogen.

      Was die Preise angeht:
      Angesichts der zunehmenden Dynamik im Markt lassen sich inzwischen echte Schnäppchen machen, wenn man statt aktueller Modelle E-Bikes aus dem letzten Jahr auswählt.

      Zuletzt: Viele Versicherungen bieten zudem inzwischen einen Vollschutz – auch über die Garantie des Herstellers hinaus – an. Das betrifft auch Verschleißteile wie den Akku.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  11. Bruckschen Hans sagt:

    Hallo Herr Kolberg,,

    ich bin vor drei Jahren gerne Pedelec mit einem 36V 9Ah gefahren. Meine COPD (Lungenkrankheit) hat sich so ver-
    schlechtert, dass ich mit Permanent-C versorgt bin und
    meine Leistung für etwa 100 m ohne Unterbrechung reicht,
    um danach 5 Min. auszuruhen. Die Leistung würde genügen,
    das Pecelec ohne Antriebsleistung mitzutreten, um Strom
    zu haben. Ich würde evtl. einen Akku 36V 11Ah bestellen.
    1. Ist das Fahren so möglich und 2. Welche Wegstrecke eben würde das Pedelec mit diesem Accu laufen?

    Danke Hans G. Bruckschen

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    • Hallo Herr Bruckschen,

      erst einmal ganz herzlichen Dank für Ihre Anfrage.
      Ich hoffe, dass ich etwas helfen kann.

      Prinzipiell sind die Akkus heute relativ stark – bei höchster Unterstützung erreicht man bei guten Modellen ca. 40-70 km.
      Immer natürlich abhängig von Gewicht, Topografie und eigener Leistung.

      Vielmehr als auf den Akku kommt es in ihrem speziellen Fall wahrscheinlich aber auf die jeweilige Unterstützung des Motors an.
      Bei einigen Pedelecs kommt man schon mit sehr geringem Kraftteinsatz auf annnehmbare Geschwindigkeiten und Reichweiten.
      Eine Empfehlung sind in Ihrem Fall Vorderradnabenmotoren, für die oft kaum eigene Kraft nötig ist.
      Weiterer Vorteil: Günstiger Preis.
      Kalkhoff zeigt z.B. zur Messe Eurobike ein überarbeitetes Modell, das für Ihre Anforderungen geeignet sein könnte.
      Pressetext zur Messe:

      E-Activity | Kalkhoff Groove UT
      Mit dem frisch überarbeiteten Modell Groove UT, das über einen Vorderradantrieb
      verfügt, bietet Kalkhoff ein preisgünstiges Rad für besondere Anforderungen und
      Gelegenheitsfahrer, die nicht auf eine gute Motorunterstützung verzichten möchten. Das
      ausgereifte E-Bike kommt mit einem besonders niedrigen Unisex-Rahmen und einer
      7-Gang Nabenschaltung von Shimano, alternativ mit Freilauf oder Rücktritt.
      Antriebssystem ist der für das Modelljahr 2015 komplett überarbeitete Groove 2.0
      Vorderrad-Nabenmotor. Er verfügt jetzt neu über eine Schiebehilfe und eine LCD-Anzeige.
      Die Stromversorgung erfolgt gemäß den neuen gesetzlichen Regelungen jetzt
      über den Akku, der 324 Wh leistet.
      Motor: Groove 2.0; 36 V / 250 W
      Akku: 36 V / 9 Ah; 324 Wh

      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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  12. horst dinkel sagt:

    habe zum ebike folgende frage.
    an meinem Hausberg komme ich mit vollem Akku (4balken)gut hoch.fehlen 2 balken ,(Akku halb leer)geht es nicht mehr.
    ist die aussage richtig,daß wie beim pkw halb voller tank oder voller tank die Leistung am berg immer gleich ist.
    für eine antwort besten dank

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    • Hallo,

      besten Dank für Ihre Frage.
      Ja, beim E-Bike ist es generell wie beim Auto: Die Menge der Energie im Tank ( im Akku) hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die absolute Leistung, sondern nur auf die Reichweite.

      Ein Sonderfall kann sich ergeben, wenn der E-Bike Antrieb so programmiert ist, dass er ab einer bestimmten Restmenge (Reservemodus) nicht mehr voll unterstützt. Genaueres finden Sie in der Bedienungsanleitung.
      Möglich ist auch ein Akkudefekt. Der Akku kann normalerweise vom Fachhändler durchgemessen und die Leistung ermittelt werden.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  13. Sehr geehrter Herr Kolberg.
    Wir haben 2 gleiche E-Bikes Pegasus seit März 2014,
    Bosch Akku Power 400 jedoch mit unterschiedlicher Ladekapazität.
    Frauenfahrrad Ladekapazität 117 KM Reichweite
    Herrenfahrrad Ladekapazität 79 km Reichweite

    Begründung des Händlers, ja das ist bekannt das es einen großen Unterschied gibt ob das Fahrrad von einem Mann oder von einer Frau gefahren wird. Bei der Ladung?-

    Für mich unverständlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Kämmerer

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    • Hallo Herr Kämmerer,

      bei der Zusammenstellung der Komponenten und der Auswahl der Akkus gehen die Produktmanager der Hersteller fast immer einen Mittelweg.
      Denn einerseits möchte der Kunde natürlich ein niedriges Gewicht, andererseits aber auch ein stabiles Rad, eine hohe Akkuleistung, Komfort und einen guten Preispunkt. Daneben spielen natürlich noch das Design und persönliche Vorlieben eine Rolle. In Deutschland ist zum Beispiel die Rücktrittbremse deutlich beliebter als in allen anderen Ländern.

      Alles in allem ist ein Fahrrad und auch ein E-Bike damit entweder ein Kompromiss oder eben eher kompromissloses Sportgerät oder Designmodell. Auch die finden natürlich ihre Kunden, die z.B. für jedes Gramm weniger teures Geld bezahlen.

      Um zu Ihrer Frage zu kommen: Es gibt meines Wissens nach keinen Automatismus, dass bei Damenrädern andere Akkugrößen verbaut würden. In der Praxis kommt es natürlich immer auf die Relation Gewicht des Fahrers/der Fahrerin – eigene Leistung – Streckenprofil an. Am Berg gewinnen immer die Fliegengewichte wie die Tour de France zeigt … 😉
      Das gilt in ähnlicher Form auch bei E-Bikes.
      Letztlich hilft ein genauer Vergleich zwischen verschiedenen Fahrradmarken und Modellen.

      Beste Grüße

      Reiner Kolberg

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  14. J. Grüneberg sagt:

    Hallo Herr Kolberg,
    ich habe ein 4 Jahre altes Prophete-E-Bike mit einem Akku von 24 V und 10 AH. Verkraftet der Motor auch einen 36 V -Akku?
    Ist ein 36 V-Motor leistungsfähiger als ein 24 v-Motor?
    Mit freundlichen Grüßen

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  15. Boltenstern sagt:

    hallo herr kolberg, mein fleyer hat Akku 36 Volt 10 Ah.
    fahre viel im bergischen land, was mir langsam auch mit dem
    e-rad dschwerer fällt. meeine frage: bringt ein stärkere akku
    auch mehr kraft auf die pedalen, so dass ich leichter die berge hochkomme?

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    • Hallo,
      ein stärker Akku ist vergleichbar mit einem größeren Tank.
      Schneller wird ein E-Bike also generell nicht. Ein Akku hat nur mehr Leistungsreserven, sodass Sie längere Zeit in der höchsten Unterstützungsstufe fahren können.

      Wenn Ihnen der Motor zu schwach ist, fragen Sie am besten beim Händler nach. Ggf. gibt es ein technisches Problem, oder durch ein Update der Software mit individueller Einstellung durch den Händler kann der für eine etwas sportlichere Abstimmung sorgen. Aus der Ferne lässt sich das aber immer nur schwer beurteilen und es kommt auch immer auf den exakten Typ an.

      Beste Grüße

      Reiner Kolberg

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      • Boltenstern sagt:

        hallo herr Kolberg, vielen dank für die info. mir ging es nicht um höhere geschindigkeit, sondern um stärkere unterstützung des akku/motor, weil meine kräfte langsam nachlassen.

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        • Hallo,

          das Problem der nachlassenden Kräfte kenne ich am Berg auch gut.
          Hier hilft allein das Einschalten der höchsten Unterstützungsstufe zusammen mit (ganz wichtig!) der Wahl des niedrigsten Gangs, weil der Motor sonst schnell überfordert wird.
          Ist die Leistung dann immer noch nicht hoch genug, hilft nur ein anderes Rad mit einer besseren Übersetzung und ggf. einem stärkeren Motor, bzw. einem, der unter Vollast nicht so schnell überhitzt, wie es beispielsweise bei Hinterradnabenmotoren der Fall ist, die bei hohen Temperaturen die Leistung automatisch drosseln.
          Mit dem Akku hat die tatsächliche Leistung also erst einmal nichts zu tun.

          Beste Grüße
          Reiner Kolberg

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  16. Pöllet sagt:

    Hallo Herr Kolberg, ich fahre ein Rabeneick Fahrrad mit einen Akku 36 Volt 10 Ah. Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit den Akku beim einschalten. es kann sein , dass erst beim fünften mal ein Kontakt zu Stande kommt. Wenn der Kontakt hergestellt ist läuft das Fahrrad ganz normal. Nehme ich aber den Akku heraus habe ich sofort einen Kontakt. Wo kann der Fehler liegen? Mit freundlichem Gruß Hermann Pöllet

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    • Hallo Herr Pöllet,

      Fehler in der Elektrik können vielfältige Ursachen haben.
      Generell ist zu empfehlen das E-Bike bei technischen Problemen von einer qualifizierten Fahrradfachwerkstatt in Augenschein nehmen zu lassen. Die Werkstätten sind auf die Antriebssystem verschiedener Hersteller geschult und verfügen über entsprechende Diagnosegeräte.
      Wichtig für die Wekstatt ist in diesem Zusammenhang vor allem der Motorhersteller sowie das konkrete Modell, bzw. das Herstelleungsdatum.

      Beste Grüße und viel Erfolg,

      Reiner Kolberg

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  17. Tasmanian sagt:

    Wir haben hier auch zwei Kalkhoff Räder mit Panasonic Akkus (je 2700€). Nach einem Jahr ist bei beiden der Akku am Ar***. Die üblichen Empfehlungen haben wir natürlich eingehalten. Wir achten penibel drauf dass der Akku nie ganz leer geht und laden ihn häufig. Ist das normal? Hat jemand das gleiche Problem oder kann mir etwas anderes darüber sagen? Ich habe wirklich keine Lust JEDES Jahr wei neue Akkus für 1000€ zu kaufen, das ist doch nicht normal???
    Was können wir tun?

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    • Hallo Tasmanian,

      bei neuen Rädern gibt es auf jeden Fall eine gesetzliche und bei vielen Herstellern eine darüber hinausgehende Garantie.
      Angaben dazu finden Sie in den Kaufunterlagen, bzw. auf den Webseiten der Hersteller.

      Dass ein Akku nach so kurzer Zeit „den Geist aufgibt“ ist höchst ungewöhnlich. Da die Akkus von großen Herstellern i.d.R. von ebenso großen Lieferanten, wie z.B. Samsung kommen, fallen etwaige Serienfehler normalerweise schnell auf.

      Am besten melden Sie sich direkt beim Fahrradhändler, bei dem die Räder gekauft wurden. Er übernimmt dann alles Weitere für Sie. Er oder der Hersteller selbst kann – ähnlich wie beim Auto – verschiedene Daten aus die Akkuelektronik auslesen und damit schnell feststellen, was mit den Akkus los ist.

      Im Garantiefall sollte umgehend Ersatz geleistet werden können.

      Beste Grüße

      Reiner Kolberg

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  18. Jacek sagt:

    Liebe Herr Kolberg,
    In Polen haben wir noch keine spezialisten von Pedelec, daswegen richte mich an Sie.. Bei meine Gazelle Orange Innergy Plus, Bj 2012″ kann ich die Baterie nicht mehr aufladen. Laut Hersteller, man soll ein oder zwei mal in Jahr baterie voll ausladen. Bei eine Fahrt ist dann meine 1.5 Jahre alte silbere baterie ausgeladen, und wenn ich zu Hause versucht habe die wieder aufladen, geht nicht… Funf mal blinkt eine lampe an Akku, dann blinken einmal alle funf und schluss. 10 sekunden Pause und wieder das selbe. Baterie bleibt leer. Heisst dass, muss ich eine neue kaufen und mit dem Fahrad zum service die programieren lassen ? Oder lebt noch die Baterie? Ich biń nur 1000 km gefahren und immer sorgfaltig damit gegangen.
    Ueberigens, koenen Sie in Berlin ein guten service? Weil Berlin ist mir nicht so weit entfernt.
    Sorry for my German ))

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    • Lieber Herr Balcer,

      danke für Ihre Nachricht.
      Ich freue mich, das E-Bikes auch in Polen angekommen sind. Schade, dass es hier noch kein Händlernetz gibt.
      Meine Empfehlung ist immer den direkten Kontakt zu dem Geschäft zu suchen, in dem man sein Pedelec erworben hat. Denn generell sind Händler sind nicht auf alle Marken geschult und haben oft auch keine Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Marken.
      Vertragshändler – auch in Berlin – finden Sie auf der Website der Hersteller. Oder sie rufen einfach bei Gazelle an oder senden eine E-Mail.
      Ich bin mir sicher, dass es einen guten Gazelle-Händler in Berlin gibt, der sich um Ihr Rad kümmern kann.
      Er kann ggf. auch den Akku durchmessen bzw. seinen Zustand aus einem Speicher des Systems auslesen.

      Viele Grüße und viel Erfolg
      Reiner Kolberg

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  19. Alexander Ihl sagt:

    Mich interessiert, ob es Räder mit Systemen gibt, bei denen die Akkus auch über Bremsenergie aufgeladen werden. Gerade bei Bergfahrten könnte ein Doppelnutzen entstehen, indem der E-Motor die Bremswirkung unterstützt und der Akku einen Teil der vorher benötigten Energie zurückbekommt.
    Dann wäre auch eine Beurteilung der unterschiedlichen Antriebssysteme interessant: Motor vorne, hinten oder in der Mitte.

    Vielen Dank.

    Mfg
    Alexander Ihl

    PS: Beabsichtige im kommenten Frühjahr ein Pedelec zu erwerben um regelmäßig mehrtägige Touren in Europa damit zu unternehmen; wenn ich gerade mal keine Lust aufs Mountainbike habe.

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    • Lieber Alexander,
      ja so etwas gibt es. In der Fachsprache nennt man diese Technik der Energierückgewinnung Rekuperation. Bei Talabfahrten kann das nützlich sein, weil dadurch die Bremskraft zusätzlich unterstützt wird. Wenn das Rad für eine Tour beladen ist oder ggf. noch ein Anhänger dranhängt ist so etwas sicher sinnvoll.

      Einen großen Effekt im Hinblick auf eine Reichweitenerhöhung darf man beim e-Bike / Pedelec, im Gegensatz übrigens zum Auto, aber nicht erwarten. Aufgrund der relativ geringen Masse ist die Energierückgewinnung nicht besonders hoch. Wie hoch genau, ist von vielen Faktoren abhängig, aber mehr als 10% wird schwer. Da braucht es schon sehr lange und steile Abfahrten.
      Interessant kann die Rekuperation, die bei BionX in vier Stufen eingestellt werden kann, für Sportler werden. Die können so auf freier Strecke nach Belieben „Steigungen“ ins Training einbauen.

      Zur Wahl des Motors: Schau mal hier vorbei: http://www.e-bikeinfo.de/pedelecs/e-bike-technik/motor
      Hier gibt es erste Anhaltspunkte. Übrigens, auch Mountainbikes gibt’s inzwischen als e-Bike-Version. Einfach mal die Herstellerliste durchgehen.

      Viele Grüße, Reiner Kolberg

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  20. Bleirex sagt:

    Sehr geehrter Herr Kalkhoff, die Red vernehm ich wohl … Im Zeitalter des Internetfähigen Rentners lohnt es sich mal über die Grenze(n) zu schauen, was in Holland, England oder USA gefahren und kommentiert wird. Sowohl Modelle wie Preise.
    E-Bikes sind prima, wenn die Dorfläden durch Einkaufzentren outgesourced werden, wie komme ich in den Supermarkt zum einkaufen ? Und wie zurück ?
    es grüßt ein Bleirexfahrer

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    • Lieber Bleirexfahrer,
      ich hoffe, ich habe Ihre Anmerkung richtig verstanden…
      Grundsätzlich gibt es – wie bei Fahrrädern – bei den meisten e-Bikes / Pedelecs die Möglichkeit Fahrradtaschen am Gepäckträger zu befestigen. Damit lassen sich bereits die meisten Transporte / Einkäufe prma erledigen. Für größere Lasten bieten sich (wenn man sie häufig nutzt) Cargoräder an. Im Rahmen eines Specials werde ich auf diese Räder demnächst noch näher eingehen.
      Eine gute Möglichkeit zum Lastentransport bieten auch Transportanhänger, die übrigens laut StVO (im Gegensatz zu Kinderanhängern) grundsätzlich auch von S-Pedelecs gezogen werden dürfen.
      Viele Grüße,
      Reiner Kolberg

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  21. Florian Lagerbauer sagt:

    Sollte ein Akku leergefahren werden.
    Ja – er schaltet ab, vor er Schaden nimmt – aber(!!!) danach sollte er tunlichst sofort aufgeladen werden, denn entgegen Ihrer Behauptung hat ein Moderner Li-ION Akku sehr wohl eine nennenswerte Selbstentladung.
    Und nein, nicht der Akku selber, da haben Sie recht, sondern daran ist die Elektronik schuld. Elektronik verbraucht Strom und das zeitweise Überprüfen des Akkuzustandes verbraucht eben auch Strom und entleert den Akku. Deswegen raten auch alle Hersteller zum regelmäßigen Nachladen. Das machen die Hersteller ja nicht nur zum Spaß.
    Gerade Ihre Aussage zur Selbstentladung ist gefährlich und falsch und wird sicher viele Akkus schädigen, wenn Sie das nicht umformulieren!

    MfG

    Florian Lagerbauer

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    • Lieber Herr Lagerbauer,
      vielen Dank für den Hinweis!
      Richtig, eine Tiefentladung sollte auf jeden Fall vermieden und der Akku sofort wieder aufgeladen werden!
      Die Passage im Text werde ich ergänzen um Missverständnisse zu vermeiden.
      Viele Grüße, Reiner Kolberg

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