Gesetzliche Vorschriften für E-Bikes und Pedelecs

Oft herrscht in Medien, Politik und bei der Versicherungswirtschaft Unsicherheit, wenn es um E-Bikes, Pedelecs, S-Pedelecs etc. geht. Hier ein Überblick zu den Regelungen und Gesetzen in Deutschland (natürlich ohne Gewähr).
Gesetzliche Regelungen für E-Bikes und Pedelecs sind prinzipiell klar

Bereits seit November 2003 sind alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verpflichtet, gültige EU-Richtlinien für Pedelecs und E-Bikes in ihre nationale Gesetzgebung zu integrieren, d. h. Gesetze zu erlassen, die dieser Richtlinie entsprechen.

Begriffe und Fakten zu E-Bikes und Pedelecs im Überblick

Achtung, NICHT VERWIRREN LASSEN! Während sich in der Anfangszeit viele Unternehmen und Fachleute für den Gebrauch des (eigentlich richtigen) Begriffs „Pedelec“ eingesetzt haben, hat sich heute im allgemeinen Sprachgebrauch der auch international übliche Ausdruck E-Bike (oder englisch ebike) für alle Arten von Elektrorädern eingebürgert. Aus vielen Gründen ist natürlich eine genaue Unterscheidung wichtig.

Pedelec (Pedal Electric Cycle) / EU-Kategorie L1e-A

Zu dieser Klasse gehören hierzulande nach Angaben des Handels und des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) ca. 95-97 Prozent aller verkauften elektrisch unterstützten Zweiräder. 

  • Mit einer Unterstützung beim Treten bis maximal 25 km/h (plus Toleranz) und einer Nenndauerleistung des Motors von 250 Watt gelten Pedelecs als Fahrrad.
  • Dementsprechend sind weder eine Zulassung, ein Helm oder ein Führerschein nötig.
  • Einige Modelle verfügen über eine Anfahrhilfe bis 6 km/h – d.h. bis zu dieser Geschwindigkeit ist kein eigener Krafteinsatz nötig. Auch diese Modelle gelten als Fahrräder, wie der Gesetzgeber im Juni 2013 noch einmal ausdrücklich klar gestellt hat. (vgl. Bundesgesetzblatt vom 20.6.2013)
  • Alle in der EU verkauften Pedelecs benötigen eine EU-Konformitätserklärung inkl. CE-Kennzeichnung. Insbesondere bei Importen sollte darauf geachtet werden. S-Pedelecs benötigen darüber hinaus eine Zulassung. 

S-Pedelec 

(= schnelle Klasse bis 45km/h: zweirädriges Kleinkraftrad EU-Katergorie L1e-B, dreirädrig L2e oder vierrädrig  L6e)

Auch wenn die schnellen S-Pedelecs hierzulande keinen hohen Marktanteil haben, erfreuen sie sich zurecht steigender Beliebtheit. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Modellen und Motorvarianten. In der Schweiz ist der Anteil der S-Pedelecs, wohl vor allem aufgrund anderer Gesetze, zum Beispiel deutlich höher als in Deutschland.

Das gilt in Deutschland für S-Pedelecs:

  • Maximal unterstützte Geschwindigkeit: 45 km/h 
    NEU ab 01.01.2017: Nach der neuen EU-Typengenehmigung (EU-Verordnung Nr. 168/2013), die ab Anfang 2017 gilt und die alte Verordnung 2002/24/EG aufhebt, können die Fahrzeuge der Klasse L1e-B, L2e und L6e bis zu 4 kW max. Nenndauerleistung oder Nutzleistung (früher 500 W) erbringen.
    Eine Fahrhilfe ohne Muskelkraft ist bis 18 km/h erlaubt.
  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Führerschein: Mindestens Berechtigung zum Fahren eines Leichtkraftrads nötig (Führerscheinklasse AM, bzw. enthalten bei PKW-Führerschein Klasse B).
    Menschen, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden, dürfen schnelle Pedelecs auch ohne Fahrerlaubnis bewegen.
  • Haftpflichtversicherung inkl. Kennzeichen nötig (ca. 35-70 Euro / Jahr *). Vorteil: Gegen einen geringen Aufpreis ist eine Teilkasko- und Diebstahlversicherung erhältlich.
  • Radwege: Nach aktueller Einschätzung / Rechtssprechung (s. Artikel des ADFC) dürfen Radwege mit “S-Klasse-Pedelecs” und “E-Bikes” auch außerorts nicht befahren werden. Fahrradstraßen dürfen mit “S-Klasse-Pedelecs” nur dann befahren werden, wenn sie für Kraftfahrzeuge allgemein oder für Krafträder freigegeben sind. Eine Freigabe für Mofas reicht nicht aus.
  • Einbahnstraßen: Keine Nutzung von entgegen der (für Radfahrer freigegebenen) Fahrtrichtung.
  • Nahverkehr  / Mitnahme in Bus und Bahn (ÖPNV): Je nach Bundesland und Verkehrsverbund / Verkehrsträger teils gestattet.
  • Anhänger: Transport von Kindern im Anhänger nicht gestattet (im Gegensatz zu normalen Pedelecs)
  • Zulassungspflicht:* Hersteller von S-Pedelecs müssen für jedes Modell vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine Betriebserlaubnis einholen. Aus der Einzelzulassung folgt, dass man weder selbst, noch der Händler ein S-Pedelec ohne weiteres baulich verändern darf. Für Veränderungen gibt es Positivlisten (z. B. für das Modell geeignete Gabeln, Lenker etc.), die dem Fachhändler zur Verfügung stehen.
  • Technik:* Die Betriebserlaubnis beinhaltet verschiedene Anforderungen an sicherheitsrelevante Bauteile (z. B. Spiegel- und Dauerlichtpflicht, Hupe (neu ab 2017), Rahmen, Bremsen, Räder, Reflektoren, Seitenständer etc.). Die Akkuspeisung der Beleuchtung ist erlaubt. Bei mehrspurigen Fahrzeugen sind auch zugelassene Blinker erlaubt.
  • Helm: Nach einer aktuellen Interpretation des Bundesverkehrsministeriums gibt es in Deutschland eine Helmpflicht für S-Pedelec-Fahrer. (Europaweit in der Diskussion und grundsätzlich zu empfehlen.) Bis auf weiteres genügt hierzulande (im Gegensatz beispielsweise zu Italien und den Niederlanden) ein normaler Fahrradhelm.
  • Alkoholgrenze: wie beim Führen eines PKWs (0,5 Promille, bzw. 0,3 Promille bei Unfall)

*Wichtig: bei neuen Bestimmungen gilt für bereits zugelassene Modelle und sich im Umlauf befindliche S-Pedelecs ein Bestandsschutz! S-Pedelecs (auch die, die aktuell nachproduziert werden, oder beim Händler stehen)  müssen also z. B. nicht mit einer Hupe nachgerüstet werden. Alle S-Pedelec-Modelle, die neu zugelassen werden, müssen allerdings mit der neuen EU-Verordnung konform gehen.

Elektro-Leichtmofa / Kleinkraftrad (früher „E-Bike“ im engeren Sinn)

Der Marktanteil dieser Klasse ist verschwindend gering.

  • Maximale Geschwindigkeit 20 km/h bei 500 Watt max. Motorleistung.
  • Kein Einsatz eigener Muskelkraft nötig.
  • Leistungssteuerung per E-Gasgriff.
  • Es gelten die gleichen gesetzlichen Vorgaben wie bei S-Pedelecs.
  • Neu ab 1.1.2017 ist das Verkehrsschild „E-Bike frei“, mit dem Radwege für eben diese E-Bike-Klasse (nicht S-Pedelecs) von den Kommunen freigegeben werden können.

* Hier finden Sie einen Überblick zu E-Bike-Versicherungen der Stiftung Warentest vom 27.06.2011
Tipp: in den Angeboten unter dem Stichwort Moped oder Mofa suchen.

Wichtig für Schrauber und Werkstätten: 
Wie bei anderen Fahrzeugen  auch dürfen bei Pedelecs und S-Pedelecs relevante Teile (z. B. die Bremsen oder Ritzel) nicht „einfach so“ ausgetauscht werden. Bei  S-Pedelecs müssen Austauschteile sogar ausdrücklich den in der Betriebserlaubnis (BE) aufgeführten Teilen entsprechen. Falls ein S-Pedelec davon abweichend ausgestattet wird, muss es erst einem Technischen Dienst vorgeführt werden, bevor es in den Straßenverkehr darf.

Pedelecs tunen? 

Ja, das ist technisch einfach machbar, birgt aber ganz erhebliche Probleme, weil dadurch das Fahrrädern gleichgestellte „Pedelec“ zu einem „Kraftfahrzeug“ wird. Die Folgen können bis zur Privatinsolvenz und Haftstrafen reichen.
Mehr im separaten Artikel E-Bikes tunen – Übersicht Recht und Gefahren“ hier auf e-bikeinfo.de

 

Alle Angaben ohne Gewähr.
Letztes Update: September 2017

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83 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Hallo!
    Wie sieht es aus mit schnelleren „e-bikes“. Die amerikanische Firma „lithium cycles“ stellt beispielsweise Elektrofahrräder wie das Super73 her, die allerdings auch komplett ohne Treten gefahren werden können, und dabei bis zu 25miles/hour erreichen. (siehe https://www.lithiumcycles.com/products/2018-super-73)
    Was wäre in Deutschland für die Zulassung eines solchen Fahrrads notwendig? Als was würde es hier gelten?
    Viele Grüße
    Martin

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    • Hallo,
      Pedelecs und E-Bikes brauchen hierzulande auf jeden Fall eine EU-Komformitätserklärung.
      Sonst dürfen sie im Bereich der StVO nicht gefahren werden.
      Neben der Motorkraft, bauartbedingten Höchstgeschwindigkleit etc. gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Dinge zu beachten, die sich Laien nicht unmittelbar erschließen.
      Dazu gehören elektromagnetische Verträglichkeit (EMV-Prüfung), Prüfung gem. Maschinenrichtlinie, Akkusicherheit usw.
      Von Schwarz- oder Grauimporten würde ich deshalb unbedingt abraten.

      Wichtig ist auch, dass fremde Produkte nur schwerlich vom Fachhandel repariert werden können und eine Reparatur oft rundweg abgelehnt wird.
      Dazu kommen Garantie, Ersatzteilversorgung etc.

      Viele Grüße

      Reiner Kolberg

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  2. Gensheimer sagt:

    Hallo,
    was darf ich fahren (Mofa, S-Pedelecs, E-Bike? Da es überall unterschiedliche Aussagen gibt, selbst bei der Polizei.

    Habe keinen Führerschein und bin vor dem 01.04.1965 geboren.

    Gruß

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  3. Martin sagt:

    Hallo,

    wie sieht es denn eigentlich mit der PLEV Zulassung in Deutschland aus? Ich habe gehört, dass in Brüssel darüber momentan abgestimmt wird und 2018 diese umgesetzt wird.

    Kann damit gerechnet werden, dass kleine e-Scooter mit 250W dann im öffentlichen Verkehr evtl. benutzt werden dürfen? Ist das Jahr 2018 wahrscheinlich, für diese Umsetzung?

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    • Hallo,
      nach den ersten Forderungen 2015/2016 sind mir bislang weder Eckdaten, noch ein konkretes Datum bekannt.
      Wie es weitergeht?
      Näheres weiß ggf. der Zweirad-Industrie-Verband ZIV, der auch in den Ausschüssen mitarbeitet oder der Verein ExtraEnergy e. V..
      Bis dahin gilt: E-Roller etc. mit Motorunterstützung über 6 km/h werden weder auf dem Fußweg noch auf der Straße geduldet.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  4. Thomas sagt:

    Ganz ehrlich, ich bin dankbar, dass es nicht viele Nummernbeschilderte 45 km/h S-Pedelecs gibt :). Ich hab selber eines und es juckt kein Schwein ob ich damit durch den Wald fahre oder (gesittet) auf nem Radweg ausserorts (ich halte das auch viel vernünftiger, als auf Landstraßen zu fahren). Sobald es aber mal aber mehr werden sollten, werden sich sowohl besorgte Bürger, als auch die Polizei darum kümmern, dass diese Regeln eingehalten werden.

    Das Zusatzschild „E-BIkes frei“ ist ja Bürokratie-Schwachsinn der feinsten Sorte. E-Bikes (also fahren ohne zu treten) gibt es fast keine… 99,99 % würden dieses Schild komplett falsch interpretieren und den einen E-Bike fahrer, den ich einma im Jahr bei uns im Ort sehe, der fährt eh wo er will….

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  5. Martin sagt:

    Hallo Herr Kolberg,

    wie ich gelesen haben, gelten Fahrzeuge, die ausschließlich mit Motor schneller als 6 km/h fahren als KFZ. Wie kann es dann sein, dass BMW’s neuer Elektroscooter (nur mit Motor, bis 25 km/h schnell) als Pedelec 25 eingestuft wird? Nachzulesen unter:

    https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0272359DE/bmw-motorrad-x2city-mobilitaet-mit-kick-%E2%80%93-vielseitig-und-emissionsfrei?language=de

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    • Hallo,
      das habe ich mich am Anfang tatsächlich auch gefragt.
      Nach Auskunft von BMW ist von Experten eine Einstufung als Pedelec vorgenommen worden, da der Roller alle Kriterien erfüllt.>
      Dazu gehört auch die Verstärkung des Pedalbetriebs durch einen Motor.
      Faktisch ist hinten, dort ganz ähnlich wo bei anderen Tretrollern, die Bremse sitz, ein kleines Pedal.
      Dieses muss immer wieder heruntergedrückt werden. Durch den erlaubten Nachlauf nimmt man so Geschwindigkeit auf.
      Wenn das Pedal nicht bedient wird, setzt auch der Motor wieder aus.
      Bei Testfahrten erst einmal gewöhnungsbedürftig, meiner Meinung nach (und der einiger Fachkollegen) zudem insgesamt deutlich zu schwer und überdimensioniert für die Kurzstrecke.
      Aber der Roller kommt ja auch von BMW Motorrad …
      Ich bin gespannt, wie er angenommen wird. Z. B. auch im touristischen Verleih.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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      • Martin sagt:

        Hallo,

        vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antowrt. Nun bin ich etwas schlauer :)

        Grundsätzlich sehe ich den Verkaufserfolg dieses Gefährtes auch eher skeptisch. Zum einen, wie sie schon sagten, die Größe und das Gewicht… und zum anderen der Preis. Man bekommt für 300-400,- Euro bereits sehr gute Elektroscooter für den städtischen Verkehr.

        Grundsätzlich gibt es allerdings noch Probleme mit der Zulassung. Wissen Sie, wie wahrscheinlich es ist, dass in Kürze eine PLEV Zulassung von Brüssel speziell für kleine Elektroscooter (250W, 25km/h) kommmt?
        Es wäre wirklich super, wenn diese Scooter im öffentlichen Raum genutzt werden können.

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  6. Konrad sagt:

    Ich verstehe die komplizierte 45-Diskussion nicht. Erstens fährt mein Bosch HS keine 45 km/h. In der Ebene ist bei 40 km/h Schluss, bei einer Tretfrequenz bei der es mich fast vom Bock schmeißt. Wer dann noch eine leistungsmindernde Nuvinci hat kann mit 39 km/h zufrieden sein. Tatsächlich gibt es eineinen „eingebauten“ Leistungsknick bei 35 m/h. Weil: Laut internen Informationen muss seitens Hersteller penibel geachtet werden eine Fahrgeschwindigkeit oberhalb 45 auszuschließen. Dafür riskieren Hersteller lieber unzufriedene Kunden. Notlösung: Meist hilft man sich mit einer inkorrekten Geschwindigkeitsanzeige (der Bosch-Tacho zeigt mehr als 3 km/h zuviel an, bei Tachojustieren wird noch früher abgeregelt). Und zweitens ist das deutsche Wegenetz für Fahrräder so miserabel, dass man 45 km/h schon von der Streckenführung und dem Zustand des Fahrbahnbelag ausschließen kann. Überhaupt zeigt der Gebrauch eines S-Pedelec deutlich wie schlecht das baden-württembergische Radwegenetz ist (Man beachte: Wir haben in BW eine grüne Landesregierung, die nichts getan hat für dieses Thema). Andere Länder schaffen da bessere Voraussetzungen für Radfahrer. Und das könnte doch der Grund sein, warum alle Institutionen versuchen den Anteil der S-Pedelec so klein wie möglich zu halten. Politisch finde ich die Diskussion sehr verlogen, denn sind es nicht gerade Mobilitätskonzepte wie das S-Pedelc (für den Weg zur Arbeit) die ein kollabierendes Straßennetz entlasten könnten. Ich bin inzwischen frustriert und werde wohl mein Projekt „Mit-dem-Rad-zur-Arbeit“ wieder beenden und mich in den Autostau einreihen.

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    • Hallo,
      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar, den ich nicht unbeantwortet lassen möchte.
      „Erstens fährt mein Bosch HS keine 45 km/h. In der Ebene ist bei 40 km/h Schluss, bei einer Tretfrequenz bei der es mich fast vom Bock schmeißt. Wer dann noch eine leistungsmindernde Nuvinci hat kann mit 39 km/h zufrieden sein. Tatsächlich gibt es eineinen „eingebauten“ Leistungsknick bei 35 m/h. Weil: Laut internen Informationen muss seitens Hersteller penibel geachtet werden eine Fahrgeschwindigkeit oberhalb 45 auszuschließen. Dafür riskieren Hersteller lieber unzufriedene Kunden.“

      Mittelmotoren sind bei S-Pedelecs meiner Meinung nach für schnelle Fahrer nur die zweitbeste Wahl.
      Zum Vergleich: Der Bosch-Motor liefert 350 Watt, die von Hinterradmotorherstellern 500 oder mehr Watt. Zudem ist das Drehmoment hier auch bei großen Gängen höher. In der Praxis lassen sich hier auch 45 km/h ganz locker erreichen. Auch Geschwindigkeiten darüber sind mit modernen Motoren, die oberhalb der gesetzlichen max. Unterstützung keinen Widerstand bieten möglich und erlaubt. Nur die Unterstützung des Motors ist hier halt auf 25 km/h, bzw. 45 km/h plus Toleranz begrenzt.
      Tipp: Immer Testfahren und vergleichen!

      S-Pedelecs dürfen zudem ausschließlich auf der Straße fahren. Da der Zustand hier deutlich besser ist, als auf dem Radweg gibt es mit der hohen Geschwindigkeit bei einem guten Pedelec (!) normalerweise keine Probleme. Ich empfehle hier grds. eine Federgabel und breite Reifen. Damit bügelt man über Schlaglöcher und selbst Kopfsteinpflaster sehr gut weg.

      Ihre generelle Frustration und Vorwürfe an die Politik kann ich gut nachvollziehen.
      Obwohl Baden-Württemberg im Vergleich mit anderen Bundesländern viel für die Infrastruktur tut.
      Im Vergleich mit anderen Ländern schneidet Deutschland allerdings schlecht ab.

      Und ja, auch da gebe ich Ihnen recht: S-Pedelecs sind eine ganz hervorragende Alternative zum Auto – wenn die Infrastruktur das zulässt und die Nutzung nicht durch Maßnahmen der Politik (z.B. Verbot der Nutzung auf Radwegen und sogar Radschnellwegen) torpediert wird.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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      • Konrad sagt:

        sehr geehrter herr Kolberg,
        herzlichen dank für ihre Antwort, die mir durchaus hilft. sie haben recht (und das war neu für mich), der mittelmotor mit 350W hat dynamische Nachteile, die mir eigentlich bewußt sein müßten, zumal ich ja bereits 4 Jahre lang 10.000km mit dem smart-ebike (war immer zufrieden mit dem bionx) hinter mir habe. ich dacht eben mit dem riese&müller-charger nichts falsch zu machen, weil teuer (4300,-). denke aber dennoch es geht bei dem 40km/h-limit eben mehr um eine übertriebene rechtliche Einhaltung zur Sicherheit des herstellers. Leistung wäre ja noch da, aber der antrieb schaltet eben zu früh ab. wie sie aber schon sagten, habe leider nur eine Probefahrt und keine vergleichsfahrt gemacht. Kaufentscheidung war aus heutiger Sicht falsch. muss ich mir halt in 3 Jahren wieder ein neues rad kaufen oder aufgeben.herzliche grüsse aus BW
        Konrad-Fahrer
        p.s.: zum Thema Radweg/straße kann ich nur sagen: Landstraßen im Raum stuttgart (es scheint keine verkehrskontrollen zu geben) äußerst vielbefahren, aggressiv und sehr gefährlich für Radfahrer, besonders im schnellen Berufsverkehr. Nutzung der Straße ist hier nur reine Theorie für einen s-pedelecfahrer. dort fährt hier auch keiner; wäre selbstmord.

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        • Hallo Konrad Fahrer,
          besten Dank für Ihre Nachricht!
          Ich denke und hoffe, dass die Infrastruktur in Deutschland ebenso wie die gesetzlichen Regelungen bald besser werden.
          Vor der Wahl – das war wohl abzusehen – waren Änderungen doch wohl nur Wunschdenken.
          Viele Grüße
          Reiner Kolberg

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  7. Johannes sagt:

    Sehr geehrter Herr Kolberg
    Ich setze mich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema auseinander und bitte Sie um eine Einschätzung der lage.
    Da ich selbst sehr groß bin und für mich auch nach längerer Suche kein geeignetes Pedelec 25 aufzutreiben war, entschied ich mich für einen Eigenbau.
    Als Grundlage verwendete ich ein hochwertiges MTB 29″ mit XXL Rahmenhöhe.
    Hydraulische Scheibenbremsen etc.
    Mittelmotor mit Getriebe und einem Controller, der die Endgeschwindigkeit und den maximalen Strom per Software kontrolliert.
    Die SW begrenzt auf 25 km/h (gemessen an einem Radsensor) und den maximalen Strom zum Motor. Damit ist sichergestellt, dass die 250W nicht überschritten werden. Ohne diese Limitation könnte der Motor auch mehr leisten.
    Die Unterstützung arbeitet nur bei Tretkurbelbewegung.
    Aus meiner Sicht wird alles erfüllt, was für ein Pedelec erforderlich ist.
    Brauche ich ein TÜV Gutachten?
    Was sollteich noch beachten?
    Danke schon mal vorab für Ihre Antwort.

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    • Hallo,
      wenn man selbst für sich an einem Fahrrad schraubt und es zu einem Pedelec umrüstet ist das rechtlich i.d.R. kein Problem – solange man die gesetzlichen Bestimmungen einhält.
      Nachrüstsätze sind normalerweise entsprechend geprüft (inkl. Wattzahl, Höchstgeschwindigkeit, Ansprechverhalten, Schiebehilfe-Funktion, elektromagnetische Prüfung etc.).
      Zu einem Eigenbau kann ich wenig sagen. Er muss allerdings der Maschinenrichtlinie entsprechen.
      Tipps gibt es u.a. im Pedelec-Forum http://www.pedelecforum.de

      Anders sieht es aus, wenn der Händler das im Kundenauftrag macht. Denn damit wird er zum Inverkehrbringer mit allen (haftungs-)rechtlichen Konsequenzen.

      Alles nach besten Gewissen, aber keine Rechtsberatung und ohne jede Gewährleistung.

      Beste Grüße

      Reiner Kolberg

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  8. Möllenberg sagt:

    Hallo,
    ich möchte mir einen ELF der Fa. organic transit aus den USA bestellen. Die würden mir den Motor auf 250 Watt drosseln. Meine Frage ist: muss das Fahrzeug von irgendeiner Stelle zugelassen werden oder kann ich den Elf nach Import einfach fahren? Wenn ich dann mal von der Polizei angehalten werde? Wie prüfen die Beamten, ob es ein Pedelec ist, bzw. ob ich mit dem Elf auf dem Radweg fahren darf?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

    Danke

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    • Hallo,
      Importe benötigen eine EU-Konformitätserklärung inkl. CE-Kennzeichnung.
      Mein Tipp: Immer darauf achten, dass es hier wegen Garantie und Reparatur einen Ansprechpartner gibt. Sonst droht ggf. Totalverlust.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  9. miko sagt:

    Ihre Aussage passt aber nicht mit oben geschriebenen zusammen:
    „Maximal unterstützte Geschwindigkeit: 45 km/h
    NEU ab 01.01.2017: Nach der neuen EU-Typengenehmigung (EU-Verordnung Nr. 168/2013), die ab Anfang 2017 gilt und die alte Verordnung 2002/24/EG aufhebt, können die Fahrzeuge der Klasse L1e bis zu 4 kW max. Nenndauerleistung oder Nutzleistung (früher 500 W) erbringen.
    Eine Fahrhilfe ohne Muskelkraft ist bis 18 km/h erlaubt.“

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    • Hallo,
      wenn ich es richtig verstanden habe geht es bei der Anmerkung um die Fahrhilfe bis 18 km/h?
      Noch mal kurz zum Verständnis:
      – Fahrräder unterliegen keinen besonderen Regularien, außer Produktsicherheit und – wenn es sich nicht um Sporträder handelt – der StVZO.
      – Pedelecs (egal ob bis 25 km/h oder 45 km/h) unterliegen innerhalb der EU den hier geltenden Regularien. Pedelecs sind dabei im Betrieb rechtlich Fahrrädern gleichgestellt. Das gilt allerdings nicht für die Herstellung, Teiletausch etc. Hier gilt z. B. die Maschinenrichtlinie. Pedelecs bis 25 km/h dürfen über eine Schiebehilfe bis 6 km/h verfügen.
      – S-Pedelecs sind Kraftfahrzeuge – genau wie Mofas, Motorräder, Pkws etc. Als Kraftfahrzeuge dürfen sie gem. EU-Bestimmungen auch ohne Pedalkraft bis 18 km/h fahren.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  10. roll-mops sagt:

    hallo

    „“Menschen, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden, dürfen schnelle Pedelecs auch ohne Fahrerlaubnis bewegen.““

    ja-ist mir auch bekannt.

    nun meine frage:
    wenn man ein s-pedelec bis 45 km/h fahren darf dann , wie ist es dann mit 45 km/h roller , greift die ausnahme da auch und wenn nicht ,warum nicht .

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  11. Kumpan-Fahrer sagt:

    Hallo Herr Kolberg,

    ich bin glücklicher Fahrer eines E-Rollers und habe bisher nicht verifizieren können ob das Verkehrsschild 255 (Verbot für Krafträder) auch für E-Roller gilt. M.E. soll mit diesem Schild doch vermieden werden dass keine Emissionen, weder Abgase noch Lärm, in der betroffenen Strasse abgegeben werden sollen. Beides trifft bei einem E-Roller nicht zu. Selbst Polizei und Ordnungsamt sind unsicher und widersprechen sich.
    Was nun ?

    Schon mal vielen Dank für Ihre Einschätzung :-)

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    • Hallo,
      wie immer:
      Rechtsverbindlich kann ich hier nicht sagen.
      Meine Meinung: Wenn Ihr Fahrzeug ein Kraftfahrzeug ist, wovon ich bei einem E-Roller sehr ausgehe, gilt natürlich auch das Verbot. Über den Sinn und Unsinn kann man streiten, aber trotzdem gelten die Gesetze.
      Mit dem E-Roller darf man übrigens natürlich auch nicht auf Waldwegen fahren. Ebensowenig wie mit S-Pedelecs, da es sich auch hier um Kraftfahrzeuge handelt. Mit Pedelecs dagegen doch, da diese rechtlich als Fahrräder gelten.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  12. Uwe Brie sagt:

    Ich Interessiere mich für ein Hammer K1 Elektroscooter mit Straßenzulassung.
    – Max. Geschwindigkeit bis 25km/h
    – Motorleistung 350W
    Darf ich damit auf den normalen Radweg fahren?

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  13. Max sagt:

    Ich habe ein S-Pedelec (schnelle Klasse bis 45km/h) gekauft. Bereits auf der heimfahrt – es war noch hell – fiel die Lichtanlage komplett aus. Beim Fachhändler wurde der Scheinwerfer getauscht. Im Laden leuchtete noch alles. Nach ca fünf Kilometer war wieder alles dunkel. Darf ich ohne Licht überhaupt fahren oder erlischt die Betriebserlaubnis? Als Abhilfe habe ich die Zuleitung zum Scheinwerfer gekappt. So leuchtet es wenigstens nach hinten.

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  14. Daniel sagt:

    Hallo Herr Kollberg,

    also wenn ich jetzt ein elektro Scooter habe der die 500 Watt überschreitet wäre kein zulassung im Straßenverkehr möglich?

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  15. Felix Werner sagt:

    Hallo,

    bei meinem Pedelec ist leider eine antike Bremse montiert mit kaum Bremsleistung (Rollenbremse). Der Fahrradfritze vor Ort meinte es ist keine möglichkeit vorhanden eine neue Bremse zu installieren weil dann die Betriebserlaubnis erlischt. Ist das wahr?

    Gruß

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    • Hallo,
      ja, bei Pedelecs muss der Hersteller grds. viele Teile speziell freigeben.
      Am besten direkt beim Hersteller nachfragen.
      Beste Grüße und viel Erfolg,
      Reiner Kolberg

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  16. Altmann sagt:

    Hallo Herr Kolberg,

    ich muss um ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen eine MPU erfolgreich absolvieren.
    Darf ich überhaut ein Motorisiertes Fahrzeug auch wenn es bloß ein Pedelec ist im Straßenverkehr führen?

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    • Hallo,

      ich kann an dieser Stelle natürlich keine Rechtsberatung leisten.
      Aber ein S-Pedelec ist (im Gegensatz zu einem Pedelec) ein Kraftfahrzeug, für das eine bestehende Fahrerlaubnis notwendig ist.
      Ich würde also sagen bei entzogenem Führerschein dürfen Sie ausschließlich Pedelecs fahren, da diese als Fahrräder eingestuft werden.

      Viele Grüße

      Reiner Kolberg

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  17. Lo sagt:

    Hallo,
    es hat sich in dem Artikel ein kleiner Fehler eingeschlichen.
    Ein Leichtkraftrad ist ein Motorrad mit 50-125ccm Hubraum.
    Sie meinten allerdings ein Kleinkraftrad(bis 50ccm).

    Viele Grüße

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    • Hallo,
      also jein, Leichtkraftrad, bzw. „leichtes zweirädriges Kraftfahrzeug“ wären richtig.
      Die EU-Gesetzgebung hat hier eine eigene Kategorie festgelegt:
      Fahrzeug der Klasse L1e (leichtes zweirädriges Kraftfahrzeug), mit verschiedenen Unterklassen.

      Viele Grüße

      Reiner Kolberg

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  18. Vindicator sagt:

    Hallo zusammen,
    für mich stellt sich die frage, wo sind die Grenzen zwischen einem Spielzeug und einem E-Bike. Ist ein Kinderelektromotorrad, das 6 kmh fährt als E-Bike zu sehen? oder gibt es hier eine Leistungs- bzw. Geschwindigkeitsuntergrenze?
    Wir haben unserem 8-jährigen Sohn ein Elektrobike gekauft, das zwsichen 6, 15 und 25 kmh gedrosselt werden kann.
    viele Grüße
    Vindicator

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  19. Sebastian Marx sagt:

    Hi,
    ein Pedelec ist bis 25kmh. Darf der Motor nur 250watt haben oder geht auch mehr wenn die 25kmh nicht überschritten werden.

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    • Hallo,

      ja 250 Watt ist die maximale Dauerleistung gemäß EU-Recht und Angaben des Herstellers.
      Kurzfristige (!) deutlich höhere Leistungsspitzen sind allerdings zulässig.

      Wie immer: alle Angaben ohne Gewähr …

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  20. Marius sagt:

    Ich habe eine Frage. Und zwar interessiere ich mich für dieses EBike hier.

    https://www.lithiumcycles.com/collections/super73/products/the-super-73

    Es hat einen 1000W Motor, also viel mehr als in diesem Bericht beschrieben. Wie ist die Regelung hierfür in Deutschland?

    Vielen Dank

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    • Hallo,

      für alles mit dem man im Straßenverkehr unterwegs sein möchte gibt es Regeln und Gesetze.
      So regelt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) die Bau- und Betriebsvorschriften von Fahrzeugen (http://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/index.html).

      Zudem müssen alle Hersteller eine CE-Kennzeichnung vorweisen können, die eine EG-Konformitätserklärung beinhaltet. Sie umgibt uns in Europa überall, von der Steckdose bis hin zur elektrischen Zahnbürste. Die CE-Kennzeichnung soll sicherstellen, dass in der EU angebotene Waren den hier gültigen Sicherheitsanforderungen genügen. Dazu gehören z. B. überdies auch elektromagnetische Strahlungen, die den Empfang von Rundfunk- und Funkgeräten stören können.

      Zuletzt: Es gibt auch E-Bikes mit 1.000 Watt. Diese sind aber – auch wenn sie über eine CE-Kennzeichnung verfügen – ausschließlich auf Privatgrundstücken erlaubt.

      Von Eigenimporten aus dem Ausland würde ich abraten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es einige (Billig-)Hersteller nicht so genau nehmen mit der Selbstverpflichtung nach EU-Recht und CE-Kennzeichen gerne auch mal gefälscht werden. Statt CE „Conformité Européenne“ heißt das ähnlich gestaltete Logo dann z. B. originellerweise China Export. Solche Waren können eingezogen werden.

      Alles wie immer ohne Gewähr.

      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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  21. Wilfried Gotzes sagt:

    Hallo,

    ich möchte mein „schnelles E-Bike“ veräußern bin aber nicht (mehr) im Besitz einer zugehörigen Betriebserlaubnis. (verloren)
    Hersteller sowie Lieferant des Rades waren nicht in der Lage, einen ensprechenden Ersatz zu beschaffen.

    Was kann ich jetzt noch machen um das immer noch wertvolle Fahrrad zu nutzen ?
    Muss der örtliche TÜV mir eine Betriebserlaubnis ausstellen?
    Muss ich eigentlich selbst im Besitz eines derartigen Dokumentes sein – man könnte ja auch annehmen, dass ein solches Pedelec ohne Werkseitige Betriebserlaubnis gar nicht ausgeliefert werden dürfte?

    Für einen Rat oder eine Info wäre ich ihnen sehr verbunden.

    Wilfried Gotzes

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  22. Site sagt:

    Hallo Herr Kolberg,

    für meinen täglichen Weg zur Arbeit würde ich mir gerne ein S-Pedelec kaufen. Die Strecke ist gut fahrbar bis auf ca. 4 Km die ich lieber auf den Radweg ausweichen wollte.

    Hier sind die S-Pedelcs ja nicht erlaubt. Gilt dies auch wenn man den Radweg ohne Motorunterstützung fährt ?

    Mit freundlichen Grüßen

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    • Hallo und besten Dank für die Frage, die immer wieder gestellt wird.

      Auch wenn ich hier keine rechtsverbindliche Beratung geben kann:
      Meines Wissens nach darf man mit einem S-Pedelec auch mit ausgeschaltetem oder gedrosselten Motor nicht den Radweg benutzen, da sich der Ausschluss auf die Fahrzeugkategorie bezieht.
      Viele Experten und auch ich persönlich, halten diese Regelung für an der Realität vorbeigedacht. Vor allem, wenn man an Radschnellwege denkt. Sinnvoller wäre ggf. eine Tempobeschränkung auf Radwegen, analog zu Straßen, auf denen es ja auch nicht auf die maximal mögliche Geschwindigkeit des Fahrzeugs ankommt.
      Wie S-Pedelec-Fahrer mit den Regeln in der Praxis umgehen, können Sie in den entsprechenden Foren (google-Suche) nachlesen.

      Mehr Informationen zu rechtlichen Dingen finden Sie auch beim
      http://www.adfc.de/pedelecs/elektrorad-typen/elektrorad-typen

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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    • Hallo und besten Dank für die Frage, die immer wieder gestellt wird.

      Auch wenn ich hier keine rechtsverbindliche Beratung geben kann:
      Meines Wissens nach darf man mit einem S-Pedelec auch mit ausgeschaltetem oder gedrosselten Motor nicht den Radweg benutzen, da sich der Ausschluss auf die Fahrzeugkategorie bezieht.
      Viele Experten und auch ich persönlich, halten diese Regelung für an der Realität vorbeigedacht. Vor allem, wenn man an Radschnellwege denkt. Sinnvoller wäre ggf. eine Tempobeschränkung auf Radwegen, analog zu Straßen, auf denen es ja auch nicht auf die maximal mögliche Geschwindigkeit des Fahrzeugs ankommt.
      Wie S-Pedelec-Fahrer mit den Regeln in der Praxis umgehen, können Sie in den entsprechenden Foren (google-Suche) nachlesen.

      Mehr Informationen zu rechtlichen Dingen finden Sie auch beim
      http://www.adfc.de/pedelecs/elektrorad-typen/elektrorad-typen

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  23. Reinert J sagt:

    Hallo,
    mir stellt sich eine Frage die mir bisher kener beantworten konnte.
    Fällt ein E-Pedelec unter das Batterieentsorgungsgesetz?
    Also das ganze Fahrrad nicht nur der Akku.
    Gruß
    Jo

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    • Hallo,
      ich kann hier natürlich nicht rechtssicher beraten.
      Aber ich kann die Frage nur dann nachvollziehen, wenn der Akku fest verbaut im Pedelec ist.
      Ansonsten verbleiben ja keine „Akku-Reste“ am Pedelec.

      Das Umweltbundesamt schreibt:

      „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz ausgediente E-Räder bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Dies ist für Sie kostenlos. Akkus können im Fahrradhandel zurückgegeben werden. Manche Kommunen organisieren die Abholung, zum Beispiel über die Sperrmüllabfuhr. Funktionstüchtige Geräte können Sie über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser einer weiteren Nutzung zuführen.“

      Ich hoffe, Ihre Frage ist damit beantwortet.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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      • betreff gesetzgebung, hallo herr Kolberg ich bin etwas irritiert , auch ich fahre sehr gerne fast jeden tag e-bikes, nur finde ich die gesetzgebung einfach voll daneben zumindest für alle eg staaten die mit vielen bergen zu kämpfen haben, mit 250 watt lassen sich nur sehr teure elektroräder bauen wie mittelmotoren und selbst da glaube ich nicht das die Nenndauerleistung des Motors von 250 Watt genau eingehalten wird, ein brauchbarer günstiger wirkungsgrad mit guten drehmomenten wie sie unbedingt am berg gebraucht werden eines heckmotor, der fängt bei minimum 350 bis 500 watt an, und wie kommt es das es im eg mitglied staat österreich was ich sehr begrüsse bei pedelec bis 25 km 600 watt mit tretunterstüzung erlaubt sind , hier mein gesetzes appel pedelecs bitte 25 bis 32 km zuzulassen bis 500 watt

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        • Hallo,
          die gesetzliche Vorgabe der Nenndauerleistung von max. 250 Watt für normale Pedelecs und max. 500 Watt für S-Pedelecs kann man sicherlich diskutieren. Der Verein ExtraEnergy präferiert z. B. eine Regelung, die umso mehr unterstützende Leistung zulässt, je mehr Leistung durch den Fahrer selbst eingebracht wird.
          Dahinter steht der Gedanke, dass junge trainierte Fahrer eher mit hohen Geschwindigkeiten umgehen können, als z. B. ältere Gelegenheitsfahrer.
          Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich die Motorunterstützung auch am Berg insgesamt als nicht zu gering empfinde. Den Berg hochrasen muss wirklich niemand und ruft, wie aktuell in den USA, unnötig E-Bike-Kritiker auf den Plan, die nach generellen Verboten von E-Bikes auf Waldwegen rufen.
          Viele Grüße
          Reiner Kolberg

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  24. Simon sagt:

    Sehr geehrter Herr Kolberg,
    danke für diese Webseite. Ich habe damit zumindest für mich einige Neue und Alte Information ziehen können.

    Ich selbst würde mich als Hobbyschrauber mit Sachverstand einstufen mit der Erlaubnis neben Kfz bis 7,5 to. auf dem großen Motorrad zu fahren. -Und doch habe ich mir anscheinend mit meinem S-Pedelec Umbausatz selbst ein Ei gelegt.

    Mir geht es jetzt in erster Linie zur Erlangung einer Betriebserlaubnis.
    Ich denke dass ich ein, in L1e einzustufendes, S-Pedelec gebaut habe.

    In Foren heißt es, dass es teilweise unmöglich sei mit einem Umbausatz eine Betriebserlaubnis zu bekommen. Leider bekommt man nur ein Versicherungskennzeichen wenn man eine Betriebserlaubnis hat.

    In den EG Vorschriften und nationalen Vorschriften sind mir Paragrafen aufgefallen, die die Einzelabnahme außerhalb der Serie zulassen können, wenn die Vorgaben der StVZO eingehalten werden. Demnach sollte es auch natürlichen Personen möglich sein mit Hilfe von technischen Sachverständigen eine Einzel-Betriebserlaubnis zu erhalten.

    Die nächste Frage in der Sache lautet: Wie wird in der Regel die Beschaffenheit eines Bauteils nachgewiesen?
    -Bei einem offiziellen E-Bike Rahmen zum Beispiel die Festigkeit?
    -oder Felgen?

    Wenn Bauteile bereits bei einem S-Pedelec verbaut worden sind, sind diese Bauteile meist geprüft worden.

    Ich hatte mir ehrlich gesagt leider nur wenig Gedanken gemacht, da ich schon bei schweren Motorrädern einer amerikanischen Marke, selbstgebaute Rahmen mit Zulassung gesehen habe.

    Des Weiteren ist die Frage nach Signalbeleuchtung (Blinker, Brems-, Kennzeichen-, Fern- und Standlicht) und Rückspiegel diese müssten dann mit einer Schaltung wie bei Motorrädern mit so genannten E-Prüfzeichen angebracht werden.

    Ist ab mehr als 45 km/h auch eine andere Zulassung möglich?
    Denkbar wäre ein 80er Kennzeichen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Allerdings ist dann das Schild Bauart bedingt eher eine zusätzliche Bremse als ein Gewinn.

    Zu Ihrer Meinung mit elektronischer Motorsteuerung kann ich nur wie folgt analog sagen.
    Ein modernes Kraftfahrzeug (Auto) mit elektronischer Motorsteuerung hat generell eine elektronische Grenze. Viele Tuning Firmen bieten hier ihre Dienste im Chipumbau zur Leistungssteigerung an (speziell bei Turbo und Diesel betriebenen Fahrzeugen). D.h. Der Motor kann schon eine höhere Leistung bringen, die aber vom Hersteller elektronisch abgeriegelt wird.
    Wie schon oben erwähnt, wäre hinsichtlich der E-Motoren an einem E-Bike eine Analoge Anwendung denkbar.

    Hinsichtlich der Benutzung von Verkehrsstraßen innerorts von 70 km/h. Könnten nur gezielte Demos mit vielen S-Pedelec und E-Bikes mit Petitionen im Bundestag helfen, um dieser Problematik mit Radwegen zu überdenken und die Gesetzeslage zu korrigieren.

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  25. rudziansky sagt:

    eine Frage ich habe neuerdings ein pedelec sozusagen von meiner frau geerbt sie hat ein neues.das ist eins der ersten so ungefähr 7 jahre alt mit Mittelmotor 150 Watt.der sensor für die abschaltung bei 25 kmh ist irgendwann mal abgerissen die unterstützung funktioniert aber noch halt auch über 25 kmh.Was mich jetzt irretiert ist, was passiert eigentlich wenn man damit kontrolliert wird.ich fahre eigentlich auch ohne unterstützung wenns sein soll bis knapp über 50 stundenkilometer .mit meinem rennrad auch bis 60 kmh ausserdem habe ich eine fahrerlaubnis die es mir erlaubt alle motorräder zu fahren also sozusagen darf ich offiziell in deutschland über 200 stundenkilometer schnell sein wo es erlaubt ist.nur mit diesem fahrrad darf ich glaube ich eigentlich nicht schneller als 25 unterwegs sein obwohl ich die unterstützung nur beim anfahren starkem gegenwind oder am berg benutze.also die frage warum darf ich ohne unterstützung schneller als 25 fahren mit aber nicht??

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    • Hallo,
      auch mit einem Pedelec dürfen Sie so schnell fahren wie Sie möchten, oder wie es die Straßen / Verkehrsverhältnisse hergeben.
      Die Hersteller müssen in Europa allerdings bei der Pedelec-Klasse darauf achten, dass der Motor nicht bei mehr als 25 km/h (plus 10% Toleranz) unterstützt. Darauf haben sich die Expertengruppen der Länder in der EU geeinigt. Eine andere Klasse sind ja die S-Pedelecs bei denen bis 45 km/h unterstützt werden kann.
      In den Vereinigten Staaten gibt es übrigens eine Festlegung auf 32 km/h.
      Für die Straße meiner Meinung nach sehr gut / Für ältere Menschen u. U. allerdings schon deutlich zu schnell.
      Und auch im Wald aufgrund zu erwartender Konflikte mit anderen ebenfalls zu schnell.
      Verbote von Pedelecs im Wald (wie in den Staaten diskutiert) kann hier sicher niemand brauchen.

      Viele Grüße und gute Fahrt!
      Ihr Reiner Kolberg

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  26. Krüger sagt:

    Guten Abend,
    Ich habe eine frage, gibt es auch eine Regelung oder Gesetz für Fahrräder mit vier Räder die einen stärkeren Motor wie 350 Watt haben ?

    MfG Krüger

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  27. H-Kennzeichenrad sagt:

    Hallo Her Kolberg,
    mein Rad ist vor ca. 40 Jahren angefertigt worden u. hat über 50000 km mich gut begleitet. Habe es dieses Jahr komplett überholt und die ersten km gefahren.Für 30 km brauchte ich ohne Tacho u. Batterie 60-70 Minuten. Da nun wieder mehr Zeit habe möchte ich ab 2016 wieder mehr radeln u. eigentlich da ich schon einige Alpenfahrten absolvierte gern über da Stilfser Joch radeln.

    Ihre Infos über Zulassung u. Versicherung machen mich neugierig.
    Da ich offensichtlich fast immer mehr wie 25 kmh fahre muss ich mit dem Rad zum Tüv, ein Versicherungskennzeichen beantragen und an dem Rad anbringen. Darf ich dann noch die seltenen, guten Radwege benutzen oder nur noch die Autostrassen. Wie sieht die Beurteilung aus wenn ich auf Strassen mit Verbot für Krafträder befahre? Muss ich einen Tacho anbauen- wie sieht es aus wenn ich eine angegebene Geschwindigkeitsbegrenzung überschreite, da das Rad sicher bei Bergabfahrten 80 kmh und mehr erreichen kann.
    Ach ja Führerschein (Kl. 2,3 usw.),Beleuchtung u. Reflektoren habe ich und einen Radhelm (in Signalgelb) benutze ich auch. Möchte nicht in dunkler Tarnfarbe bei meinen Fahrten in einen Unfall verwickelt werden da mein Rad und ich keine „Knautschzonen“ haben.
    Ich bin kein Vegetarier oder ein sogenannter Umweltaktivist- sondern fahre einfach gerne Rad!
    Welcher E-Antrieb bietet sich für mich wenn ich das vorhandene Rad damit ausstatten muss wenn ich ohne Hilfe nicht mehr in Deutschlands Mitte radeln kann?
    Gruss Werner

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  28. Dietrich Lange sagt:

    Hallo, Herr Kolberg, wie oder wo könnte man denn beantragen, dass in Europa die amerikanische Regelung bezüglich Pedelecs im Gesetz übernommen wird? Ausnahmsweise ist hier mal etwas aus den USA wesentlich praxistauglicher. Dass Senioren zunehmend mit Pedelecs verunglücken, liegt ja nur daran, dass Fahrten mit Pedelecs zunehmen und nur Unfälle mit diesen gezählt werden. Senioren mit Gleichgewichtsstörungen verunglücken aber regelmäßig auch mit normalen Rädern, mit denen sie bergab locker über dreißig kmh fahren können. Es macht also keinen Sinn, dass alle anderen Radfahrer im Sinne einer verfehlten Schutzmaßnahme diese engen Pedelecgesetze mit erleiden müssen.
    Beste Grüße von Dietrich Lange

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  29. rexim sagt:

    ich habe son E-roller der mit max 20 km/h 250Watt angegeben ist und eine strassenzulassung hat…brauch ich ein versichungsschutz also ein kennzeichen ja oder nein ??
    Bei der Polizei sagte man mir, ich brauch nichts..da es nur 250 watt hat und nur 20 km/h fährt..was ist den da nu richtig ich blick da nicht durch

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    • Hallo,
      die Polizei ist in meiner Erfahrung nach hier überfordert.
      Allerdings sollte es für jeden Hersteller selbstverständlich sein die nötigen Informationen zu geben.
      Letztlich geht es um deutlich mehr, als nur Kennzeichen ja/nein sondern auch um EU-Kompatibilität, Verkerssicherheit im Sinne der StVZO etc.
      All das muss der Hersteller schriftlich dokumentieren.
      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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    • Hallo,
      noch ein Nachtrag, weil ich öfters darauf angesprochen werde:
      Alles, was (ausschließlich) mit Motorkraft schneller als 6 km/h unterwegs ist, gilt als Kraftfahrzeug!
      Also auch Hoverboards, Kick- und Skateboards mit Motor etc.
      Hier drohen hohe Geldstrafen, der Verlust jeglicher Versicherungsansprüche etc.
      Siehe Artikel in der Rheinischen Post.
      http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/hoverboard-fahrer-muss-geldstrafe-zahlen-aid-1.6327902

      Zum Thema E-Bike-Tuning werde ich in Kürze noch einen separaten Artikel verfassen.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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  30. Pitt Rotter sagt:

    Hallo Herrn Kohlberg!

    Ich bin auf der Suche nach Informationen wo ich denn mit einem s.g. Solowheel, ca. 350W ca. 15 km/h fahren darf. Ebenso mit einem s.g. „Minisagway“, ca. 250 W bis ca. 12 km/h fahren darf und wie ich dieses Gefährt ev. versichern kann. Wie könnte ich gegebenenfalls eine Betriebserlaubnis für solch ein Geräte beantragen?
    Ich weiß wir sind in Deutschland und hier muß alles streng geregelt sein, aber vielleicht geht ja doch etwas.
    Ich danke für Ihre Antwort, auch wenn ich ev. mit diesen Fragen bei Ihnen nicht so ganz richtig liege.

    Bitte Kommentare nur wenn jemand wirkllich was weiß und das Ende des Kommentars nicht lautet: naja, aber so ganz genau weiß ich das auch nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Pitt Rotter

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  31. Horst Hegemer sagt:

    Guten Tag Herr Kolberg,
    ich habe vor 3 Monaten ein LYRIC e-bikeboard S1000 mit 1000 Watt gebraucht gekauft. In den Papieren ist eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h angegeben.Auch in der Anzeige ( e-bay )war die Geschindigkeit mit 25 Km/h angegeben.
    Nach einigen gefahrenen Kilometer stellte ich fest,
    daß das e-bikeboard wesenlich schneller fährt. Der Fahrradtacho
    zeigt fast 40 km/h an! Wie kann ich die die Geschwindigkeit exakt prüfen?
    Ich möchte das Fahrzeug dann zurückgeben.
    Unser TÜV in Niedernhausen / Ts. hat keine Anlage zur Prüfung und zur Polizei
    möchte auch nicht gehen.Die haben inen Rollenprüfstand.Gibt es noch andere Prüfmöglichkeiten?

    Bei einer Polizeikontrolle bekäme ich sicherlich Schwierigkeiten,mit Führerscheinentzug, Bußgeld und den Verlust des Versicherungsschutzes.

    Vielleicht haben Sie eine Empfelung für mich.

    Vielen Dank

    Horst Hegemer aus dem schönen Taunus

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    • Hallo Herr Hegemer,

      Sie sprechen ein wichtiges und inzwischen relativ weit verbreitetes Problem an.
      Über eBay & Co. wird in vielen Fällen neue oder gebrauchte Ware angeboten, die für den europäischen oder deutschen Markt keine Zulassung hat und hier ggf. nicht im Straßenverkehr gefahren werden darf.

      Die gesetzlichen Bestimmungen zu E-Bikes und Pedelecs finden Sie hier im Überblick:
      http://www.e-bikeinfo.de/recht/gesetzliche-vorschriften-e-bikes-pedelecs

      Bei dem von Ihnen angesprochenen Modell macht mich als erstes die Motorleistungen von 1.000 Watt stutzig.
      Inwieweit das Bikeboard, bei dem es sich ja um ein Zwittermodell handelt, eine Zulassung für den Straßenverkehr in Deutschland hat, müsste Ihnen der Hersteller sagen können. Wenn ja setze ich hier auch eine Versicherungspflicht voraus.

      Hat der Verkäufer im Verkaufstext falsche Angaben gemacht würde ich auf eine Wandlung bestehen.
      Halten Sie uns gerne hier auf dem Laufenden!

      Letzter Punkt: E-Bikes sind wirklich die bessere Alternative!

      Beste Grüße
      Reiner Kolberg

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    • Daniel Roß sagt:

      Ich würde ein GPS-Gerät zur Geschwindigkeitsmessung benutzen. Jedes Smartphone mit GPS-Empfänger kann das mit der entsprechenden App auch.

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    • Daniel Roß sagt:

      Ich würde ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit GPS-Empfänger mit entsprechender App zur Geschwindigkeitsmessung benutzen.

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  32. Jürgen sagt:

    Hallo ,
    ich fahre ein S-Pedelec mit einem Bosch Mittelmotor mit 350 W . Wenn ich diesen gegen einen Motor eines 250 W Pedelecs tausche hätte ich doch wieder ein 250W Pedelec?
    Der Motor stammt aus einem gleichen Fahrradtyp . Die komplette Bedieneinheit mit Sensoren usw. würde natürlich auch getauscht werden . Was meinen Sie ?

    Gruß

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • Hallo,

      ganz richtig: Wenn die Leistung durch einen Motortausch auf 250 Watt reduziert wird, handelt es sich wieder um ein ganz normales Pedelec.
      Viel Erfolg beim Umbau und beste Grüße
      Reiner Kolberg

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  33. Ingrid Schwab sagt:

    Hallo Herr Kohlberg, habe von Flyer ein Bike der X-Serie HS das auf 25 km/h reduziert wurde. Habe auch ein Gutachten darüber. Es steht drinnen: tretunterstützt bis 25 km/h*Fz entspricht bis auf Motorleistung „Fahrrad mit Trethilfe“ gem. EG-FGV Paragraph 15(2) Nr.8. Wie versichere ich das Fahrzeug? Darf ich mit diesem e-bike auf Fahrradwegen fahren?
    Viele Grüße

    VA:F [1.9.22_1171]
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    • Hallo Frau Schwab,

      danke für Ihre Anfrage zu diesem nicht unwichtigen Thema.

      Vorab: Rechtsverbindliche Auskünfte kann ich natürlich nicht geben!
      Bei Motorrädern / Leichtkrafträdern ist es durchaus üblich die Fahrleistung zu reduzieren, damit man in eine andere Versicherungs- oder Führerscheinklasse kommt. Viele Zweiräder sind für eine Drosselung oder Entdrosselung vom Hersteller (PS-Zahl und Höchstgeschwindigkeit) vorgesehen. Bei zugelassenen Krafträdern wird das dann in die Papiere eingetragen und kann ggf. von der Polizei oder dem TÜV auf einem Prüfstand nachvollzogen werden.

      In Ihrem konkreten Fall scheint es mir allerdings komplizierter zu sein, da ja wie von Ihnen beschrieben nicht die Kraft des Motors (PS-, bzw. bei elektrischen Motoren die Wattzahl) beschränkt wurde, sondern allein die Höchstgeschwindigkeit.

      Nach wie vor gilt aktuell für Deutschland (in der Schweiz gelten andere Regeln!) die Begrenzung von 250 Watt für normale Pedelecs! Ich nehme damit stark an, dass Sie in Deutschland auf jeden Fall der Versicherungspflicht unterliegen.

      Fahren ohne Versicherung hat schwerwiegende Folgen, sodass ich eine Versicherung dringend empfehlen würde. Finanziell ist das kein großer Aufwand, vor allem nicht, wenn man ein Paket mit Diebstahlschutz abschließt.

      Auch das Befahren von Radwegen ist mit dem Rad, das demnach weiter zur Klasse der S-Pedelecs gehört wohl leider untersagt.

      Natürlich ist diese Lösung unbefriedigend. Ich kann hier auch nicht dazu raten, das Kennzeichen abzuschrauben und weiter auf dem Radweg zu fahren! Aus der Praxis sind natürlich Fälle bekannt, in denen Kennzeichen verloren gegangen sind oder durch Unbekannte entfernt wurden, ohne dass dies dem Besitzer aufgefallen wäre. Natürlich zieht das ggf. Bußgelder nach sich. Wenn kein Vorsatz vorliegt (was ich niemand unterstellen würde) sind diese aber gering. Fragen zur Haftung bei einem Unfall sind sicher dem Einzelfall zuzuordnen.

      Ich hoffe ich konnte damit ein wenig helfen.
      Beim Gesetzgeber gibt es hier – ebenso wie bei den Herstellern – mit Sicherheit noch Nachholbedarf.
      Beste Grüße, Reiner Kolberg

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  34. Maximilian Blum sagt:

    Hallo,
    Im Rahmen der Diskussionen um die Wikipedia-Artikel zu Pedelec, Mofa und Fahrrad mit Hilfsmotor, ist die Frage aufgekommen, wie E-bikes einzustufen sind, die OHNE Tretunterstützung eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h erreichen?
    Laut der Aussagen die sich im Netz finden, müsste es sich dabei um Kleinkrafträder mit Führerscheinpflicht AM handeln. Das kann ich aber nicht glauben, denn es ist bekannt dass es in Deutschland die Kategorie „Mofa“ gibt, die auf 25 km/h begrenzt ist. Weiß jemand etwas dazu?

    Beste Grüße
    Maximilian Blum

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  35. steffen sagt:

    ich fahre bis 28 Kmh mit mein Pedelec gut das es noch die tolleranz grenze gibt bis 28,7 Kmh

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  36. dazydee sagt:

    Die Interpretationen der Bundesverkehrministeriums finde ich etwas seltsam.

    Schließlich kommt es doch schlussendlich darauf an, was bei mir im Fahrzeugschein steht. Und wenn da eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 18 Kmh steht und als Typ L1e eingetragen ist, dann kann das Ministerium noch so eine andere Meinung haben, ich darf aber trotzdem außerorts auf Radwegen fahren.

    Dass ein Ministerium sich als nicht rechtssicher erweist wäre auch nicht das erste Mal:
    http://www.shopbetreiber-blog.de/2006/07/10/lg-halle-muster-widerrufsbelehrung-ist-rechtswidrig/

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  37. Kahm sagt:

    Komme gerade von einer Reise mit einem S-Pedelec von Kranenburg (Niederrhein) nach Berlin. Nach diesen Erfahrungen ist die Radwegregelung sehr problematisch. Auf schmalen Bundesstraßen wird man schnell zum Organspender, wenn alle LKW’s bei Gegenverkehr (vor allem an Steigungen und bei kräftigem Gegenwind) hinter einem bleiben müssen. Ist man ohne Akku, zum Beispiel in Ladepausen, unterwegs, wird die Regelung völlig absurd… da man wie ein Albatros auf dem Land unterwegs ist.
    Lösungsvorschlag: Verkehrsregeln für S-Pedelecs auf Radwegen aufstellen oder/und einen „Radwegschalter“ montieren, dessen Nutzung das S-Pedelec zu einem normalen Pedelec macht.

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    • Hallo,

      ich teile Ihre Erfahrungen mit S-Pedelecs.
      Aus verkehrspolitischer Sicht gibt es hier noch eine ganze Menge an neuem Regelungsbedarf.
      In Köln steht man z.B. vor der absurden Situation, dass man auf Tempo 70-Straßen (auf denen regelmäßig mit ca. 100 km/h gefahren wird) verbannt wird. WENN man sich an die Verkehrsregeln hält. Aber wer macht das schon, wenn die Alternative Lebensgefahr bedeutet?

      Deutlich besser wäre meiner Meinung nach das niederländische Modell (breit ausgebaute Wege für Fahrrräder und ‚langsame‘ Zweispurfahrzeuge bis ca. 45 km). In der Praxis funktioniert das hier ganz wunderbar.

      Alternativ wäre meiner Meinung nach eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Wegen angebracht. Denn auch Rennräder erreichen auf gerader Strecke locker 35-40 km/h. Die Möglichkeit eines Radwegschalters oder „Motor aus“ ist grds. auch nicht dumm, aber welcher Polizist und welche Versicherung soll das in der Praxis kontrollieren? Von vorn sind S-Pedelecs nicht als solche zu erkennen und wenn man es von hinten sieht ist es i.d.R. per Rad oder zu Fuß uneinholbar.

      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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      • dazydee sagt:

        >>Die Möglichkeit eines Radwegschalters oder “Motor aus” ist grds. auch nicht dumm, aber welcher Polizist und welche Versicherung soll das in der Praxis kontrollieren?<<

        Bei den allermeisten S-Pedelecs kann man mit "Akku raus", auch für jeden Laien erkenntlich, eindeutig eine Motorunterstüzung ausschließen. Bei vielen kann man auch das Bedienteil abnehmen und nix geht mehr.

        Zumindest das könnte der Gesetzgeber eingestehen und nicht beim einem realitätsfremden "Kraftrad bleibt Kraftrad, auch ohne Saft" bleiben.

        Bis 2009 durfte man ja noch mit nem Roller auf dem Radweg sich tretend fortbewegen. Den Passus braucht man doch nur wieder reinnehmen. Oder?

        Beste Grüße

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      • Zierenberg sagt:

        Hallo Herr Kolberg,

        ich (35 Jahre, kein Führerschein) bin im Besitz eines leistungsstarken E-Bikes. Der Hersteller hat rein softwaremäßig 3 Programme installiert. Schaltet man das Gerät ein, befindet sich das E-Bike im Pedelecmodus mit 250 Watt Tretunterstützung und Abriegelung der Motorkraft bei 25 Km/h + Toleranz. Per extra Kabelfernbedienung kann man auf über 500Watt, anscheinend ohne Abriegelung schalten. Nun habe ich die Kabelfernbedienung abgeschnitten und das Kabel verödet. Nun kann man nicht mehr weiter an dem Gerät etwas einstellen (keine Knöpfe außer Ein/Aus). Das Gerät befindet sich immer und ausschließlich im Pedelecmodus. Nun lautet meine Frage: Kann ich davon ausgehen, das ich wie jeder Pedelecbesitzer mit diesen Vorschriften (250Watt, 25 Km/h Tretunterstützung max.)berechtigt bin das Fahrrad auf allen geeigneten Wegen zu nutzen? Das Fahrrad hat eine StVO Vollausstattung und wurde in Deutschland gefertigt. Zweite Frage: Darf ich einen kleinen Fahrradanhänger (Tüv-geprüft und vorschriftsmäßig installiert) dahinter anbringen/montieren?

        Mit freundlichen Grüßen,

        R.Zierenberg

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        • Hallo Herr Zierenberg,

          ein S-Pedelec als normales Pedelec zu betreiben ist eine interessante Frage, die mir bislang zugegebenermaßen noch nicht begegnet ist.

          Natürlich kann ich hier keine Rechtsberatung geben!
          Meine Einschätzung: Der Gesetzgeber schreibt neben der Höchstgeschwindigkeit bei der Unterstützung auch eine maximale Wattstärke von 250 Watt Nennleistung vor. Ich habe starke Zweifel, ob der Gesetzgeber eine softwareseitige Drosselung akzeptiert.

          Dieses Forum soll aber auch keine Tipps und Tricks aufzeigen, wie Vorschriften des Gesetzgebers durch Veränderungen am Rad möglicherweise verändert oder umgangen werden können.

          Zu Ihrer Frage in Bezug auf einen Fahrradanhänger kommt es darauf an, ob der Hersteller Ihres E-Bikes das zulässt, in welchem Land Sie das E-Bike betreiben wollen (die Schweiz hat z.B. andere Vorschriften als Deutschland) und ob es sich um einen Lasten- oder Kinderanhänger handelt.

          Mehr dazu hier auf http://www.e-bikeinfo.de im Bereich „Recht“.

          Beste Grüße

          Reiner Kolberg

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          • Zierenberg sagt:

            Hallo Herr Kolberg,

            ich danke Ihnen für ihre schnelle und professionelle Auskunft. Das man für S-Pedelecs einen Führerschein braucht, und das andere Benutzerregeln als für Fahrradfahrer gelten ist noch nicht mal allen Verkäufern klar oder will nicht klar sein…

            Ich habe die Möglichkeit mein E-Bike vom Hersteller umzurüsten und Bestätigen zu lassen (Klassenbescheinigung). Ich will hier keine Möglichkeiten zum Trickbetrügen suchen. Eine Drosselung macht auch aus einem 125er Roller ein Mofa für den kleinen Schein. Doch da spielt der Tüv anscheinend eine Rolle.

            Ich denke es muss sich noch einiges tun in Sachen Klarheit Thema E-Bike. Das Ganze ist doch noch sehr neu.

            Auch ein S-Pedelec als Leitkraftrad einzustufen und wie einen Roller fahren zu lassen im Verkehr halte ich für nicht zweckmäßig, da selbst 500 Watt keinen ganzen PS ergeben. Die Fahrräder sind deswegen nicht wirklich straßenverkehrsfähig. Und wenn dann stellen Sie in der Regel immer ein Verkehrshindernis dar.

            Ich denke man sollte eine Altersbeschränkung austeilen (z.B.: S-Pedelec ab 18 Jahren) und auf die Vernunft der Fahrer vertrauen.

            Ganz einfach wenn ich mein 3500,-€ Carbonmountainbike richtig bereife, kann ich mehr als unvernünftig durch die Stadt brettern, ohne das es wirkl. schwer fällt. 60 Km/h sind da keine Grenze sondern einfach eine Herausforderung – ich könnte auch Spaßfaktor schreiben.

            Das Problem hart man mit allen Fahrzeugen, dank unvernünftiger Fahrer. Besonders auffällig sind häufig Motorradfahrer.

            Als Radler möchte man gern auch mit Electromotoren sich den Alltag erleichtern. Eine „Quälakzeptans“ mit lächerlicher 0,33 PS Unterstützung (entspr. 250Watt), welche dank unpassender Tachoeinmessung bei 18 Km/h abriegelt macht das teure und schwere E-Bike zum Spaßkiller.

            „“Vielleicht sollten einfach wirklich alle Autos fahren, dann wäre die Welt wirklich sicherer und weniger nerfig.““

            einen freundlichen Gruß an Sie, jedoch einen ironischen Gruß an unsere ach so tolle deutsche Gesetzgebung. Autobahn no „Limit“ und die armen Radler gibt man ein teuren, lahmen Klotz an die Kurbel. Wer da wohl mit welchem Auto in der Garage die Unterschrift gegeben hat? Völlig vorbei am Alltag!

            Traurig aber wahr!

            R.Zierenberg

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          • Hallo Herr Zierenberg,

            besten Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

            Eine kleine Anmerkung von meiner Seite:
            Generell ist es nicht so, dass normale Pedelecs bei 18 km/h abregeln würden. Im Regelfall werden schon die Vorgaben des Gesetzgebers ausgeschöpft und es finden sich auch ein paar Hersteller, die hier ‚sehr knapp‘ am erlaubten Limit arbeiten – um es vorsichtig zu formulieren.

            Was Ihre Kritik an der Gesetzgebung angeht werden Sie in der Fahrradbranche und bei Verbrauchern auf viel Zustimmung stoßen.
            Hier hinkt die EU noch den Anforderungen / Realitäten hinterher.
            Die Gesetzgebung in der Schweiz oder den USA kann mit unserer kaum verglichen werden.

            Und ja, Sie haben recht: Weniger Autofahren würde helfen.

            Viele Grüße

            Reiner Kolberg

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  38. Hünschemeyer sagt:

    Hallo,

    uns würde interessieren, ob auch Kinder (fast 12) mit einem E-Bike fahren dürfen, was auch inoffiziell mehr als 25kmh fährt. Kennt sich jemand mit der rechtlichen Lage aus?

    Grüße

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    • Hallo,

      was meinen Sie mit „was auch inoffiziell mehr als 25kmh fährt“?

      Diese Vorschriften gelten für den Straßenverkehr:
      Für normale Pedelecs, die vom Gesetzgeber wie Fahrräder behandelt werden, gibt es bislang keine gesetzliche Altersbeschränkung für den Nutzer. Entsprechend dürfen auch Kinder und Jugendliche ein Pedelec fahren.
      Für S-Pedelecs und E-Bikes im engeren Sinn (Leichtmofas) gelten andere gesetzliche Bestimmungen. Hier gibt es eine Führerscheinpflicht (Fahrerlaubnis ab 15 Jahren mit Mofa-Prüfbescheinigung). Personen, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden, benötigen keinen Führerschein, sondern lediglich einen gültigen Personalausweis.

      Auf Privatgrundstücken gilt die STVZO nicht unbedingt.
      Ist Ihre Frage damit beantwortet?
      Viele Grüße
      Reiner Kolberg

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      • Sven sagt:

        „Hier gibt es eine Führerscheinpflicht (Fahrerlaubnis ab 15 Jahren mit Mofa-Prüfbescheinigung). Personen, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden, benötigen keinen Führerschein, sondern lediglich einen gültigen Personalausweis.“

        Heißt, Menschen vor einem gewissen Geburtsdatum werden nach dem Gesetz anders eingestuft, als Menschen danach… Soviel zu „vor dem Gesetz wären alle Menschen gleich“. Was für eine absurde Regelung ist das? Wie kann das sein? Sind das andere Menschen und deswegen gelten für jene andere Regeln? Wie kommt man auf so einen Unsinn?

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        • Hallo,
          der Gesetzgeber hat im Laufe der Jahre immer wieder die Prüfungen und Zulassungen an
          a) den Verkehr und
          b) die technischen Entwicklungen angepasst.
          Für die im Führerschein enthaltenen Fahrzeuge gilt (natürlich) Bestandsschutz.
          Ja, die Welt ist manchmal hart und ungerecht. 😉
          Viele Grüße
          Reiner Kolberg

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          • Sven sagt:

            Ja das verstehe ich ja, bezogen auf den Führerschein zumindest. Aber zB. beim MoFa brauchte man vor einem Datum gar keine Prüfbescheinigung und auch sonst nix, aber nach einem gewissen Datum plötzlich schon. Da kollidiert das ja gar nicht mehr mit dem Führerschein und dessen Einträgen :/ Aber trotzdem bescheinigt man somit den Menschen automatisiert eine Tauglichkeit, während man sie allen nach dem Datum vor ablegung einer Prüfung abspricht :( Das ist nicht gerecht… Und MoFa’s sollten ruhig 45km/h fahren dürfen. Solche Geschwindigkeiten erreicht man ja sogar mit einem Fahrrad spielend :/

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          • Hallo,
            die Anforderungen an den Einzelnen sind mit dem stark wachsenden Verkehr gestiegen und viele Fahrzeuge sind heute deutlich leistungsstärker als früher. Dem trägt der Gesetzgeber nachvollziehbar Rechnung.
            Problematisch aus meiner Sicht ist eher, dass bei älteren Verkehrsteilnehmern nicht geprüft wird, ob diese überhaupt noch fahrtauglich sind. Eine Prüfung bleibt hier freiwillig. Andererseits: Für die Fahrt im häuslichen Umfeld und dem gewohnten Fahrzeug braucht man natürlich keine allzu hohen Kenntnisse.
            Viele Grüße
            Reiner Kolberg

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