Wie versichert man am besten ein E-Bike?

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E-Bike

Die Fahrrad-Branche boomt und der Hype geht jetzt pünktlich zu den ersten warmen Tagen erst so richtig los. E-Bikes und Ersatzteile haben teils lange Lieferzeiten und sind häufig sogar schon seit Wochen ausverkauft, Werkstätten und Service-Stellen langfristig ausgebucht. Wer bereits sein Traumrad erstanden hat, kann sich wahrlich glücklich schätzen. Jetzt geht es darum es angemessen zu schützen.

Was eine E-Bike-Versicherung beinhalten sollte, ob man eine benötigt oder teilweise sogar dazu verpflichtet ist und worauf man beim Abschluss achten sollte, klären wir in diesem Artikel.

Welche Versicherungen sind für das E-Bike relevant?

Hat man eine Hausratversicherung abgeschlossen, ist das Bike gegen Diebstahl aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen versichert. Es bietet sich an, die sogenannte Fahrradklausel in die Police der Hausratversicherung aufzunehmen, denn dann ist ebenfalls der Diebstahl auf offener Straße versichert, solang das E-Bike mit einem verkehrsüblichen Schloss gesichert wurde.

Es ist damit zu rechnen, dass mit dem stark ansteigenden Interesse an Radsport auch die Fahrrad-Diebstähle zunehmen werden. Eine Hausratversicherung mit entsprechendem Zusatz ist also mehr als sinnvoll, wenn der Wert des E-Bikes eine bestimmte Grenze übersteigt.

Auch die Private Haftpflichtversicherung spielt eine große Rolle in Bezug auf das Radfahren. Die in Kombination mit dem E-Bike verursachten Schäden an Dritten, sind durch die Private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Im Einzelnen hängt dies natürlich von den individuell vereinbarten Policen ab. Eine Private Haftpflichtversicherung sollte man unbedingt auch unabhängig vom Radfahren haben. Schäden am eigenen E-Bike sind davon allerdings unberührt, denn hier kommen dann die speziellen E-Bike-Versicherungen ins Spiel.

Wann lohnt sich eine spezielle E-Bike-Versicherung?

Um das teuer bezahlte E-Bike also für Schäden am Bike selbst abzusichern, benötigt man eine spezielle E-Bike-Versicherung. Viele führende Versicherer, wie beispielsweise die Gothaer, haben diese Leistungen bereits mit ins Angebot aufgenommen.

In der Regel werden folgende Risiken versichert:

  • Schäden durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung
  • Durch Vandalismus verursachte Schäden
  • Schäden bei Unfall und/oder Sturz
  • Ebenfalls Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub
  • Akku-Defekte durch Feuchtigkeit oder Schäden in der Elektronik

Je nach Versicherung sind viele weitere speziell auf das E-Bike zugeschnittene Risiken abgedeckt und bewahren den Besitzer davor für die genannten Schäden selbst aufzukommen. Wenn man bedenkt, dass die Anschaffungskosten selten noch im dreistelligen Bereich liegt, ist es anzuraten das E-Bike dem Wert entsprechend zu schützen. Im Grunde kann man die E-Bike-Versicherung wie eine Vollkaskoversicherung beim Auto verstehen.

Gibt es eine Versicherungspflicht?

Unter Umständen ist man verpflichtet, sein E-Bike zu versichern. Das hängt davon ab, was für ein Bike man besitzt.

Handelt es sich um ein klassisches E-Bike, also ein Fahrrad mit Tretunterstützung, ist es einem selbst überlassen, ob man es versichert oder nicht. Wir empfehlen, den Versicherungsschutz den Anschaffungskosten und dem Wert des verbauten Zubehörs anzupassen. Eine Private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben, eine Hausratversicherung deckt gerade mal den bedingten Diebstahl ab. Verschleiß und Schäden am E-Bike selbst sollten also freiwillig mitversichert werden.

Hat man sich für ein S-Pedelec entschieden, sieht die Sache schon anders aus. Die deutlich höhere Leistung des Motors bringt Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h auf den Tacho. Aus diesem Grund gibt es für diese E-Bikes nicht nur die Versicherungspflicht, sondern auch die Voraussetzung einer Fahrerlaubnis. Mindestens der Mofa-Führerschein wird für den Betrieb eines S-Pedelecs benötigt. Auch das Anbringen des entsprechenden Versicherungskennzeichens ist Pflicht. Zu guter Letzt ist es Pflicht, einen Helm zu tragen. Ein Sturz bei hohen Geschwindigkeiten im Straßenverkehr oder unwegsamen Gelände kann, zu ernsthaften Verletzungen führen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder ebenfalls verletzen.

Ähnlich wie beim S-Pedelec verhält es sich auch mit dem Elektro-Bike, dass nicht nur über eine Tretunterstützung verfügt, sondern vollständig fahren kann und bis zu 20 km/h schnell fahren kann. Nach StVRAusnV handelt es sich bei diesen E-Bikes um Leichtmofas. Auch besteht Versicherungs- und Fahrerlaubnispflicht. Allerdings sind sie von der Helmpflicht befreit.

Auch bei den S-Pedelecs und den Elektro-Bikes ist der vollständige Versicherungsschutz dringend empfohlen. Ebenso wie ein umsichtiger Umgang mit den hohen Leistungen und Geschwindigkeiten. Sollten man noch auf der Suche nach dem richtigen E-Bike sein, empfehlen wir eine Beratung beim Experten.

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